Acht Pflichtspiele ohne Sieg haben den Druck auf Armin Veh gewaltig erhöht. Der Trainer des deutschen Fußballmeisters VfL Wolfsburg benötigt im Sonntag-Spiel gegen den 1. FC Köln einen Sieg, um seine Position zu festigen.
In Wolfsburg wird bereits offen über die Ablösung des 48-Jährigen spekuliert, was den erfahrenen Trainer nicht wundert. «Es ist völlig klar, dass entsprechende Kritik und Spekulationen aufkommen. Das ist völlig normal in diesem Geschäft», urteilte Veh über seine Situation, die er aber nicht beeinflussen könne. «Ich befasse mich nur mit dem nächsten Spiel.»
Gegen Köln soll die Trendwende gelingen. «Wir kämpfen darum, die Kurve zu kriegen. Und dafür brauchen wir jetzt Ergebnisse», sagte Veh. Größere Änderungen sind nicht geplant. «Der Großteil der Mannschaft wird beweisen dürfen, dass wir es besser können als in der ersten Stunde von Stuttgart», sagte der VfL-Coach. Ein Fragezeichen gibt es um den Einsatz von Torhüter Diego Benaglio, der weiter unter Knieproblemen leidet. André Lenz steht als zuverlässiger Ersatzmann zur Verfügung.
Beim 1. FC Köln fallen Nationalstürmer Lukas Podolski (Rückenprobleme) und der slowenische Angreifer Milivoje Novakovic (Grippe) aus. Das vergrößert die Sturmmisere der ohnehin offensivschwachen Rheinländer. FC-Trainer Zvonimir Soldo verbreitete dennoch Zuversicht. «Die Moral stimmt», sagte der Kroate, der auf die Auswärtsstärke seines Teams setzt. Zehn ihrer 18 Punkte holten die Kölner in fremden Stadien.