Endspiel für Veh: Wolfsburgs Coach droht das Aus
21.01.2010, 11:12 Uhr
Armin Veh (r) flachst mit Dieter Hoeneß bei dessen Vorstellung in Wolfsburg.
Wolfsburg (dpa) - Armin Veh helfen nur noch Siege. Nach zuletzt acht erfolglosen Pflichtspielen in Serie und dem Ausscheiden aus der Champions League ist der Trainer des deutschen Fußball-Meisters VfL Wolfsburg schwer unter Druck geraten. Im Umfeld des VW-Clubs wird die Partie am 24. Januar gegen den 1. FC Köln bereits als Endspiel für Veh angesehen. Im Falle eines Misserfolges rechnet kaum noch jemand mit einem Verbleib des Trainers, der sich der Situation selbst bewusst ist. «Es ist ganz normal, dass ich infrage gestellt werde», sagte der ehemalige Meistercoach des VfB Stuttgart. «Dieses Spiel müssen wir gewinnen.» Bereits seit Wochen steht der ehemalige VfL-Alleinunterhalter als Trainer, Manager und Geschäftsführer in der Kritik. Doch nun wird es richtig brenzlig für Veh. Durch die Verpflichtung des neuen Managers Dieter Hoeneß bereits entmachtet, ist nun auch jemand im Club, der sich um die Suche eines Nachfolgers kümmern könnte. Bereits bei seiner offiziellen Vorstellung machte Hoeneß deutlich, dass der VfL schnell in die Erfolgsspur zurückfinden müsse.
In den vergangenen Tagen machte sich der neue Manager rar. Offiziell hieß es beim VfL, der 57-Jährige arbeite beständig an der Verpflichtung neuer Spieler für die instabile Defensive. Die lokalen Medien spekulierten dagegen bereits offen, dass schon nach einem Veh- Nachfolger gesucht wird und nennen den ehemaligen Hertha-Coach Huub Stevens als möglichen Kandidaten. «Die Situation ist angespannt», beschrieb Abwehrspieler Marcel Schäfer die aktuelle Stimmung im Umfeld, das nach dem schwachen Auftritt beim 1:3 zum Rückrundenauftakt in Stuttgart und angesichts von neun Punkten Rückstand auf einen Europapokalplatz immer unruhiger wird. Vierzehn Zähler beträgt der Rückstand des Titelverteidigers auf die Tabellenspitze. |