Dabei hatte Schmadtke am Wochenende zuvor zunächst angekündigt, dass Bergmann auch beim kommenden Spiel in Mainz auf der Bank sitzen werde. Doch die Angst vor dem Abstieg und seinen wirtschaftlichen Folgen überwogen offensichtlich. Nur ein Punkt aus sechs Spielen seit dem Tod von Torhüter Robert Enke im November zerstörte das Vertrauen. Der Druck der Gesellschafter wuchs, und in der Nacht auf den 19. Januar fiel die Entscheidung. Schmadtke informierte am Morgen erst Bergmann, dann das Team. Der 50 Jahre alte Fußball-Lehrer hatte das Team am 20. August nach Heckings Rücktritt übernommen. 96 war damals von Heckings Entscheidung überrascht worden und hatte den Coach der Regionalligamannschaft zunächst nur kommissarisch eingesetzt. «Nach drei Niederlagen hintereinander und einer Negativ-Serie von mittlerweile sieben Spielen ohne Sieg hatten die Verantwortlichen von Hannover 96 nicht mehr das Gefühl, dass Andreas Bergmann der Mannschaft die nötigen Impulse für den Verbleib in der Bundesliga geben kann», erklärte Schmadtke. Bergmann galt unter 96-Fans als zu weich und zu verständnisvoll gegenüber den Profis. «Jetzt haben die Spieler den Trainer, den sie wollten», hatte Clubchef Kind über Bergmann gesagt, in der Folge aber an dessen öffentlicher Demontage mitgearbeitet, als er nach einer Testspiel-Niederlage gefordert hatte: «Bergmann muss härter arbeiten und stärker handeln.» 96-Profi Arnold Bruggink sagte zu der Beurlaubung: «Das ist sehr enttäuschend für uns. Wir fühlen uns sehr schlecht.» Der von Bergmann zum Kapitän beförderte Niederländer meinte: «Wir haben unter Andreas Bergmann auch gute Spiele gehabt und uns fußballerisch gesteigert.»
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