«Nach drei Niederlagen hintereinander und einer Negativ-Serie von mittlerweile sieben Spielen ohne Sieg hatten die Verantwortlichen von Hannover 96 nicht mehr das Gefühl, dass Andreas Bergmann der Mannschaft die nötigen Impulse für den Verbleib in der Bundesliga geben kann», erklärte Schmadtke. Dass die Beurlaubung vor dem Engagement eines neuen Coaches erfolgte, erklärte der Sportdirektor mit dem «großen Respekt gegenüber Andreas Bergmann. Ich wollte nicht hinter seinem Rücken mit einen Nachfolger verhandeln.» Sondierungsgespräche hat es allerdings schon kurz nach dem Hertha- Spiel gegeben, Medienberichten zufolge auch mit Hans Meyer. Bergmann galt unter 96-Fans als zu weich und zu verständnisvoll gegenüber den Profis. «Jetzt haben die Spieler den Trainer, den sie wollten», hatte Clubchef Kind über Bergmann gesagt, in der Folge aber auch an der öffentlichen Demontage des 50-Jahre alten Fußball-Lehrers mitgearbeitet, als er nach einer Testspiel-Niederlage gefordert hatte: «Bergmann muss härter arbeiten und stärker handeln.» 96-Profi Arnold Bruggink sagte zu Bergmanns Beurlaubung: «Das ist sehr enttäuschend für uns. Wir fühlen uns sehr schlecht.» Der von Bergmann zum Kapitän beförderte Niederländer meinte: «Wir haben unter Andreas Bergmann auch gute Spiel gehabt und uns fußballerisch gesteigert.» Dass Bergmann der Wunschtrainer der Mannschaft gewesen sei, bestritt Bruggink: «Das stimmt nicht. Wir entscheiden doch nicht, wer hier Trainer wird.»
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