Köln (dpa) - Sportlich erfolglos, gesundheitlich angeschlagen - für Lukas Podolski hat das WM-Jahr wenig verheißungsvoll begonnen. Sichtlich verärgert warf der Kölner Nationalspieler nach seiner Auswechslung im Spiel gegen Borussia Dortmund (2:3) Handschuhe und Trainingsjacke zu Boden.
Als Geste des Protestes gegen Trainer Zvonimir Soldo wollte er diese Unmutsbekundung allerdings nicht gewertet wissen. «Ich war nicht gefrustet über die Auswechslung. Ich hatte ja vorher angezeigt, dass ich verletzt bin.»
Alle guten Vorsätze für das neue Jahr erwiesen sich als Wunschdenken. Gehandicapt durch einen leichten Bandscheibenvorfall blieb Podolski auch im ersten Rückrundenspiel weit unter seinen Möglichkeiten. Sein Tor am 5. Spieltag gegen den FC Schalke 04 bleibt sein einziges Erfolgserlebnis in der bisherigen Saison. Der Angreifer gab sich selbstkritisch: «Ich weiß, dass ich besser spielen kann.»
Podolski hofft, dass er die gesundheitlichen Probleme schnell überwindet. Schon einen Tag nach dem Spiel wurde zusammen mit den Medizinern beratschlagt. Ein Fehlen beim kommenden Spiel in Wolfsburg konnte der Problemfall nicht ausschließen: «Jeder, der schon einmal einen Bandscheibenvorfall hatte, weiß wie schmerzhaft das ist. Aber ich will nicht lange ausfallen. Mal sehen, wie es weiter geht.»