Höhenflug hält an: BVB schlägt Köln 3:2
Köln (dpa) - 17.01.2010, 20:02 Uhr
Vorbei am Kölner Kevin Pezzoni (l) erzielt Dortmunds Mats Hummels das 1:0.
In einer dramatischen Schlussphase hat Kevin Großkreutz Borussia Dortmund einen «Big Point» im Kampf um die internationalen Plätze gesichert. Dank seines Treffers in der Nachspielzeit schlug der BVB den 1. FC Köln mit 3:2 (2:0) und stürzte die Kölner in bedrohliche Tabellenregionen. Kurz zuvor hatten die Kölner durch Kevin McKenna (82.) und Youssef Mohamad (88.) einen 0:2-Rückstand noch wettgemacht. Mit zwei Treffern (28./45.+5) hatte Mats Hummels die Dortmunder in der ersten Halbzeit in Führung gebracht. BVB-Trainer Jürgen Klopp musste nach dem Ausgleich wegen Meckerns auf die Tribüne. Nach dem Siegtor war er nicht mehr zu halten und stürmte wieder auf den Rasen. «Mit dem Siegtor habe ich nicht mehr gerechnet. Da sind die Gäule dann mit mir durchgegangen», sagte Klopp. Sein Chef war sichtlich geschafft. «Der liebe Gott war heute ein Schwarz-Gelber. Für die Nerven der Verantwortlichen war das Spiel nicht so gut», meinte BVB-Präsident Reinhard Rauball. Klopps seit nunmehr elf Spielen ungeschlagene Mannschaft erlebte den ersehnten Wunschstart in die Bundesliga-Rückrunde. Dortmund festigte mit dem fünften Sieg in Serie den wichtigen fünften Tabellenplatz und hat nun schon fünf Zähler Vorsprung auf Werder Bremen. «Wir haben uns in der zweiten Halbzeit dämlich angestellt. Dennoch ist uns der Traumstart in die Rückrunde gelungen», sagte Sieg-Torschütze Großkreutz.
Völlig frustriert war Kölns Trainer Zvonimir Soldo. Nach der bereits sechsten Heimpleite ist der Relegationsplatz nur noch einen Punkt entfernt. «Wir haben viel investiert. Zum Schluss sind wir nicht belohnt worden. Die Mannschaft hat aber Moral gezeigt», sagte Soldo. Seine Kölner offenbarten allerdings vor 50 000 Zuschauern im Rhein-Energie-Stadion im Spiel nach vorn über lange Zeit erneut bedenkliche Defizite. Vom vermeintlichen «Traumsturm» Milivoje Novakovic/Lukas Podolski war nichts zu sehen. In der 60. Minute reagierte Soldo und holte den erschreckend schwachen 10-Millionen-Mann Podolski vom Platz, der verärgert in die Kabine stapfte. Ohne den für den Afrika-Cup abgestellten Ägypter Mohamed Zidan, der sich zuletzt als Antreiber hinter den Spitzen bewährt hatte, tat sich der BVB im Spielaufbau zunächst aber schwer. Zum Unterhaltungswert der Partie trugen in der Anfangsphase vor allem die Kölner bei. Bei Schüssen der Portugiesen Petit und Maniche in der 9. Minute sowie einer Chance von Milivoje Novakovic (19.) waren die Gastgeber, die auf Geromel und Manaseh Ishiaku verzichten mussten, der Führung nahe. |