Knapp fünf Monate nach seiner Beförderung zum Chefcoach droht Andreas Bergmann bei Hannover 96 das Aus. Nach der ersten Krisensitzung am Samstagabend erhielt der Trainer eine Schonfrist. Zumindest vorerst darf er bei den Niedersachsen weiterarbeiten. Wie lange noch, ist aber völlig offen. Nach sieben Spielen ohne Sieg, einer erschreckend schwachen Vorstellung gegen Schlusslicht Hertha BSC und dem Sturz auf den drittletzten Platz wackelt der Trainerstuhl des 50-Jährigen bedenklich.
«Ich weiß, dass der Druck da ist, erst recht wenn der Erfolg nicht da ist», sagte Bergmann. «Da gibt es Diskussionen, da bin ich nicht weltfremd.» Die erste Gesprächsrunde von Clubchef Martin Kind und Sportdirektor Jörg Schmadtke direkt nach dem peinlichen 0:3 gegen Hertha BSC überstand der im August zum Chefcoach beförderte Trainer der Amateure. Tapfer sagte Bergmann: «Angst um meinen Job habe ich nicht. Es gibt andere Dinge, wovor ich Angst habe.»
Sportdirektor Schmadtke versuchte den angeschlagenen Coach aus der Schusslinie zu nehmen und sagte: «Es ist klar, dass nach so einem Spiel und nach sieben nicht gewonnenen Spielen eine Trainer- Diskussion und auch eine Manager-Diskussion aufkommt. Da müssen wir uns stellen.» Schmadtke selbst steht in Hannover aber nicht zur Disposition.