1899 Hoffenheim will in München Serie starten
Zuzenhausen (dpa) - 13.01.2010, 15:54 Uhr
Der Hoffenheimer Carlos Eduardo (l) wird von Münchens Holger Badstuber gestoppt.
Die kälteerprobten Fußball-Profis von 1899 Hoffenheim hoffen zum Rückrunden-Auftakt in der Fußball-Bundesliga auf einen Ausrutscher des FC Bayern München. «Vielleicht ist es ja ein Vorteil, dass wir zu Hause geblieben sind», sagte Nationalspieler Andreas Beck vor der Partie der Nordbadener beim deutschen Rekordmeister, der sich in Dubai auf die zweite Saisonhälfte vorbereitet hat. «Die Bayern müssen schließlich 25 Grad Temperaturunterschied verkraften.» Nach den Übungseinheiten im neuen Trainingszentrum in Zuzenhausen fühlt sich der Tabellensiebte fit für die Herausforderungen gegen Spitzenmannschaften: Zwar holte das Team von Trainer Ralf Rangnick in der Vorrunde nur drei Punkte gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte, doch das soll sich in den ersten drei Spielen in München, gegen Spitzenreiter Bayer Leverkusen und auf Schalke ändern. «Der Ball rollt ganz gut», sagte Rangnick und verwies auf die Rasenheizung. «Wir freuen uns auf das Spiel.» Dennoch konnte sich der 51-Jährige nicht mit der kurzen Winterpause anfreunden: «So wie es jetzt ist, ist es unbefriedigend. Das ist nicht Fisch und nicht Fleisch. Außerdem ist es sehr unangenehm für die Zuschauer bei diesen Bedingungen.»
Manager Jan Schindelmeiser wünscht sich für 2010 «viele Punkte, attraktiven Fußball und dass die Mannschaft wieder enger zusammenrückt». Für das Bayern-Spiel kündigte er an: «Wir wollen ein richtig gutes Spiel machen und auch punkten.» Verzichten müssen die Hoffenheimer auf den gesperrten Luiz Gustavo, auf die beim Afrika-Cup weilenden Isaac Vorsah und Chinedu Obasi sowie auf die Rekonvaleszenten Tobias Weis und Matthias Jaissle. «Ein kleines Fragezeichen», so Rangnick, steht hinter dem Einsatz von Regisseur Carlos Eduardo: Der Brasilianer hat Probleme mit der Patellasehne. Hingegen hat Sejad Salihovic, der im Dezember an der Leiste operiert worden war, die ganze Woche trainieren können. «Die Jungs müssen an die Grenzen gehen und auch drüber hinaus - das war in der Vorrunde nicht bei jedem der Fall», forderte Rangnick. Das Saisonziel seien mehr Punkte als in der Hinrunde: «Wenn wir das schaffen, dann besteht die Chance, an die ersten fünf Plätze ran zu schnuppern.»
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