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Anwalt: Hoffenheims Tagoe wieder spielberechtigt

Dortmund (dpa) - 11.01.2010, 19:14 Uhr

Der Hoffenheimer Prince Tagoe im Testspiel gegen Fenerbahce Istanbul im Juli 2009.
Der Hoffenheimer Prince Tagoe im Testspiel gegen Fenerbahce Istanbul im Juli 2009.

Nach monatelangem Streit um seine Sporttauglichkeit kann Prince Tagoe ab sofort wieder für den Fußball- Bundesligisten 1899 Hoffenheim stürmen. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat dem 23-Jährigen erneut eine Spielberechtigung erteilt, gab sein Anwalt Markus Buchberger bekannt.

«Der Kampf um die Fortsetzung der Karriere von Prince Tagoe hat sich gelohnt. Es hat sich bestätigt, dass die zunächst beschriebene schwere Erkrankung nicht vorgelegen hat», erklärte Buchberger.

1899 Hoffenheim hatte dem Angreifer aus Ghana im Juli fristlos gekündigt, weil eine Untersuchung in Heidelberg bei ihm eine angeblich irreparable Herzkrankheit festgestellt hatte. Drei Wochen später machte der Club diesen Schritt jedoch wieder rückgängig. Die DFL veranlasste daraufhin mehrere Nachuntersuchungen, die Tagoes Sporttauglichkeit nach Angaben seines Anwalts allesamt bestätigt hätten. Das habe der Verein der DFL schriftlich mitgeteilt.

Tagoe befindet sich in Hoffenheim im Aufbautraining. «Wenn er für sporttauglich erklärt wird, werden wir ihn wieder voll in den Spiel- und Trainingsbetrieb integrieren», hatte 1899-Manager Jan Schindelmeiser stets betont. Auch der Spieler war sich zu jeder Zeit sicher: «Ich bin hundertprozentig fit.»

Tagoe war erst vor der Saison vom saudi-arabischen Club Al Ittifaq Dammam verpflichtet und mit einem Vertrag bis 2012 ausgestattet worden. Für ihn ging es in dem Streit um die Fortsetzung seiner Karriere um viel Geld. Nach übereinstimmenden Medienangaben verdient er in Hoffenheim rund eine halbe Million Euro pro Jahr. In zehn Länderspielen hat Tagoe bislang fünf Tore für Ghana erzielt.

Derweil hat Ralf Rangnick erstmals in diesem Jahr das Training der Hoffenheimer geleitet. Der 51-Jährige fehlte seit dem Vorbereitungsstart der Nordbadener am 3. Januar aus privaten Gründen. Rangnicks 78 Jahre alter Vater hatte nach einer Leistenoperation eine lebensbedrohliche Infektion erlitten. Deshalb vertrat Co-Trainer Peter Zeidler seinen Chef. Hoffenheim tritt zum Rückrundenauftakt beim FC Bayern München an.


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