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Podolski plädiert für «gewisses Risiko» beim FC

Köln (dpa) - 09.01.2010, 14:12 Uhr

Lukas Podolski absolviert im Trainingslager des FC in der Türkei eine Übungseinheit.
Lukas Podolski absolviert im Trainingslager des FC in der Türkei eine Übungseinheit.

Mit kritischen Worten hat Fußball-Nationalspieler Lukas Podolski die Entwicklung beim Bundesligisten 1. FC Köln beurteilt.

In Köln sei schon oft gesagt worden, der FC habe viel Potenzial und «dass viele Dinge gut sind in diesem Verein. Man muss das alles aber auch irgendwann mal nutzen. Und ein gewisses Risiko eingehen, um das, was ständig angekündigt wird, auch umzusetzen», sagte Podolski dem «Kölner Stadt-Anzeiger».

Auch die aktuelle Lage eine Woche vor dem Rückrundenstart mit der Partie gegen Borussia Dortmund bewertete Podolski als «noch lange nicht zufriedenstellend. Wir stehen nur zwei Punkte vor dem Relegationsplatz». Hätten er und seine Mitstreiter am 17. Spieltag gegen Nürnberg «nicht gewonnen, wäre es schon ungemütlich geworden». Nach dem 3:0-Erfolg gegen die Franken nimmt Köln Tabellenplatz zwölf ein, obwohl der Mannschaft von Trainer Zvonimir Soldo in 17 Begegnungen nur zehn Treffer gelangen. 10-Millionen-Euro-Rückkehrer Podolski war in der ersten Saisonhälfte 2009/2010 lediglich einmal erfolgreich.

Der Nationalstürmer machte sich zum wiederholten Mal für eine Qualitätssteigerung des FC-Kaders stark. «Mit mir allein reicht das nicht. Ich will mit dem FC nach vorn kommen. Da brauchen wir in den kommenden Jahren weitere Verstärkungen», meinte er. Dabei ließ Podolski Zuversicht erkennen, sei doch mit ihm vor seiner Rückkehr von Bayern München an das Geißbockheim besprochen worden, «die Mannschaft Schritt für Schritt so zu verstärken, dass man außer Abstiegskampf auch höhere Ziele anpeilen kann».

Seine extrem schwache Torquote kann sich Podolski nicht erklären. «Ich weiß aber, dass ich von mir viel mehr erwarte als das, keine Frage. Ich habe nicht regelmäßig gespielt in München und bin jetzt in eine neue Mannschaft gekommen, das hat es für mich nicht leicht gemacht. Aber ich lasse mich nicht verrückt machen. Ich habe meine Qualitäten schon oft gezeigt. Und mit der Zeit werde ich die Tore auch wieder machen», sagte er.


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