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FC Bayern will Gehälter reduzieren - Sonderfall Ribéry

Dubai (dpa) - 04.01.2010, 09:21 Uhr

Christian Nerlinger blickt bei einem Bundesligaspiel auf das Spielfeld.
Christian Nerlinger blickt bei einem Bundesligaspiel auf das Spielfeld.

Bundesliga-Krösus Bayern München will bei den Millionen-Gagen seiner Fußball-Profis den Rotstift ansetzen. «Wir werden versuchen, die Gehälter zu reduzieren», kündigte Sportdirektor Christian Nerlinger in einem Interview an.

Dem Fachmagazin «kicker» sagte Nerlinger: «Die Gehälter sind durch die Decke geschossen. Deshalb müssen wir unseren Verstand einsetzen, auch die Spieler, die nicht denken dürfen, jede Vertragsverlängerung bedeute automatisch mehr Geld.»

Auch der deutsche Rekordmeister, der im zurückliegenden Geschäftsjahr (2008/09) bei einem Umsatz von 268,7 Millionen Euro schwarze Zahlen schrieb, müsse «über Kosten nachdenken». So seien bei den Transferausgaben die «Grenzen erreicht», bemerkte Nerlinger. Rund 80 Millionen Euro haben die Bayern in dieser Saison in die Mannschaft gepumpt, darunter die Rekordsumme von etwa 35 Millionen Euro für Nationalstürmer Mario Gomez sowie 24 Millionen für den Niederländer Arjen Robben.

Von der angestrebten Gehaltsreduzierung dürfte ein Top-Star wie Franck Ribéry allerdings verschont bleiben, wie Nerlinger andeutete. «Jeder Fall ist individuell und marktgerecht zu sehen», erklärte der Sportdirektor, der wegen der Geburt seines zweiten Kindes zunächst nicht mit der Mannschaft ins Trainingslager nach Dubai reisen konnte.

Der 2007 für 25 Millionen Euro von Olympique Marseille verpflichtete Ribéry wird seit einiger Zeit von Top-Clubs wie Real Madrid und dem FC Chelsea umworben und dabei offenbar mit Traumgagen geködert. Ribérys Vertrag in München läuft am 30. Juni 2011 aus, eine Vertragsverlängerung könnte sich der FC Bayern wohl nur mit einer Gehaltssteigerung erkaufen. «Wir werden mit ihm im Frühjahr über eine Verlängerung über 2011 hinaus sprechen und natürlich um ihn kämpfen», kündigte Nerlinger an, obwohl Ribérys Berater zuletzt von einem definitiven Abschied seines Klienten nach dieser oder der kommenden Saison sprach. «Der Berater, aber nicht der Spieler» habe das gesagt, erklärte dazu der Bayern-Sportdirektor.


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