Rangnick fehlt beim Hoffenheimer Trainingsauftakt
Zuzenhausen (dpa) - 03.01.2010, 16:39 Uhr
Ralf Rangnick war beim Trainingsauftakt seiner Mannschaft nicht dabei.
Ohne Cheftrainer Ralf Rangnick hat 1899 Hoffenheim nach 14-tägiger Pause als eines der letzten Bundesliga-Teams die Vorbereitung für die Rückrunde aufgenommen. Der 51 Jahre alte Fußball-Lehrer fehlte beim Leistungstest aus privaten Gründen und wird die Trainingsleitung auch in den nächsten Tagen an Co-Trainer Peter Zeidler übergeben. «Aufgrund einer lebensbedrohlichen Erkrankung meines Vaters sehe ich mich momentan nicht in der Lage, meiner Tätigkeit als Chefcoach von 1899 Hoffenheim zu 100 Prozent nachgehen zu können», erklärte Rangnick. Zum Ärger von Zeidler war der Brasilianer Carlos Eduardo beim Jahresauftakt nach der Pause seit dem 19. Dezember unpünktlich. Der 22-Jährige kam wegen angeblicher Probleme beim Rückflug aus Südamerika mit siebenstündiger Verspätung erst um 16.00 Uhr im neuen Trainingszentrum in Zuzenhausen an. «Wir werden mit ihm reden, bevor wir weitere Entscheidungen treffen», betonte Zeidler. Das Team hatte in diesem Jahr auf ein Winter-Camp im Ausland verzichtet und musste stattdessen bis auf zwei freie Tage ein bestimmtes Trainingspensum in eigener Regie absolvieren.
«Die Motivation ist hoch. Wir werden Gas geben und nach dem schweren Auftakt bei Bayern München, gegen Leverkusen und auf Schalke wissen, ob wir noch im Kampf um die internationalen Wettbewerbe mitmischen können», meinte Zeidler. Er ließ sich von der Begeisterung über das exklusive Trainingszentrum ebenso mitreißen wie Kapitän Sejad Salihovic («Es ist einmalig und beflügelt»), der nach seiner Operation an der Leiste noch im Aufbautraining ist. Dazu werden auch noch Chinedu Obasi (Nigeria) und Isaac Vorsah (Ghana) wegen deren Vorbereitung auf den Afrika-Cup im Training fehlen. Auch die Dauer-Verletzten Tobias Weis und Matthias Jaissle fallen noch mindestens sechs bis acht Wochen aus. Prince Tagoe befindet sich nach angeblichen Herzproblemen im Aufbautraining. Hoffenheims Manager Jan Schindelmeiser plant aber nicht mit Nachverpflichtungen: «Die Hinrundenergebnisse haben uns nicht so gefallen, aber so, wie die Mannschaft aufgestellt ist, wollen wir wieder an die Leistungen von 2008 anknüpfen. Aber das ist nicht so einfach. Schnelle Erfolge wären wichtig.» Am 6. Januar gegen Zweitliga-Herbstmeister 1. FC Kaiserslautern und am 9. Januar gegen den ehemaligen Bundesligisten 1860 München stehen Tests vor dem Match zum Rückrundenauftakt am 15. Januar beim Rekordmeister Bayern München an.
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