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Real wirbt um Ribéry - Italien freut sich auf Toni

München (dpa) - 29.12.2009, 15:36 Uhr

Ribéry (l) und Robben wirbeln zusammen für Bayern München.
Ribéry (l) und Robben wirbeln zusammen für Bayern München.

Luca Tonis Abschied ist nur noch Formsache - doch die Gerüchteküche beim FC Bayern München brodelt weiter. Nach Informationen des Internetportals «Europolitan» hat Real Madrid wieder seine Fühler nach Franck Ribéry ausgestreckt.

Sollte der französische Fußball-Nationalspieler im Frühjahr nicht seinen bis 30. Juni 2011 gültigen Vertrag vorzeitig verlängern, werde er im Sommer für eine Ablöse von etwa 50 Millionen Euro zum spanischen Rekordmeister wechseln, hieß es in dem veröffentlichten Bericht.

«Europolitan» will aus Münchner Vereinskreisen erfahren haben, dass Real und Bayern am Ende des wochenlangen Wechseltheaters im vorigen Sommer vereinbart hätten, dass der Rekordmeister den 26- jährigen Dribbelkünstler am Saisonende in die Primera Division ziehen lässt. Voraussetzung sei aber, dass Ribéry keinen neuen Vertrag beim FC Bayern unterschreibt. Präsident Uli Hoeneß hat den Flügelflitzer bereits unter Druck gesetzt und vom Vize-Weltmeister eine baldige Entscheidung über seine Zukunft gefordert.

«Wenn Ribéry im Frühjahr seinen Vertrag nicht verlängert, wäre es wirtschaftlich unverantwortlich, ihn noch zu behalten, denn dann ist er 2011 ablösefrei. Dann würden wir 50 bis 60 Millionen Euro verschenken», hatte Hoeneß unlängst erklärt. Ein Wechsel von Ribéry zum Ballack-Club FC Chelsea in die englische Premier League wird von «Europolitan» ausgeschlossen.

Matthias Sammer, Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), schließt einen vorzeitigen Abschied Ribérys aus München nicht aus. Die Chancen einer vorzeitigen Vertragsverlängerung seien «eher gering», sagte er in der Münchner «tz». Tags zuvor hatte sich auch Paul Breitner, der den Vorstand des FC Bayern berät, in der «tz» skeptisch geäußert: «Du kannst nicht jedem Spieler hinterher weinen». Mit der «sagenhaften Ablöse» könne man höchste Qualität einkaufen.


Unterdessen freut sich Fußball-Italien schon auf die Rückkehr von Weltmeister Luca Toni. «Toni ist schon ein Römer», schrieb die Sporttageszeitung «Gazzetta dello Sport». Auch andere italienische Medien sind sicher: Der beim FC Bayern München von Trainer Louis van Gaal ausgemusterte Angreifer wird im neuen Jahr für den AS Rom auf Torejagd gehen. «Alle Parteien sind sich einig. Zwischen dem 1. und 2. Januar erwarten wir die offizielle Bestätigung», sagte Tonis Manager Tullio Tinti.

Der 32 Jahre alte Stürmer soll zunächst bis Saisonende ausgeliehen werden und ein Nettogehalt von 1,8 Millionen Euro kassieren. Sollte Toni sich in der Mannschaft von Trainer Claudio Ranieri durchsetzen, erhält er einen bis 2012 befristeten Vertrag. Noch diese Woche wird Tonis Debüt bei den «Giallorossi» erwartet. Im Testspiel gegen Cisco Roma soll sich der Weltmeister von 2006 das Trikot mit der Nummer 30 überziehen. Tonis Comeback in der italienischen Serie A ist für den 6. Januar geplant, wenn der Ex-Club von Rudi Völler bei US Calgiari zu Gast ist.

Der FC Bayern hatte schon Mitte Dezember signalisiert, Toni keine Steine in den Weg zu legen. «Wir sind bereit, ihn kostenlos auszuleihen oder abzugeben», sagte damals Hoeneß. Toni war im Sommer 2007 für elf Millionen Euro vom AC Florenz nach München gekommen und erzielte in 60 Bundesliga-Spielen 38 Tore. Toni will über Rom seinen Platz in der Nationalmannschaft zurückerobern und mit Roma-Star Francesco Totti, der ein Comeback erwägt, bei der WM 2010 in Südafrika spielen.

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