Medien: VfB muss sich neuen Hauptsponsor suchen
Stuttgart (dpa) - 29.12.2009, 12:41 Uhr
Auf der Brust der Stuttgarter Spieler ist Platz für Werbung.
Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart muss sich zur kommenden Saison offensichtlich einen neuen Trikotsponsor suchen. Nach einem Bericht der «Stuttgarter Zeitung» wird der Energieversorger EnBW seinen im Juni 2010 auslaufenden Vertrag mit dem Verein nicht verlängern. Das Unternehmen wollte das nicht bestätigen. «Wir sind natürlich mit unseren Partnern im Gespräch, aber das machen wir intern», sagte Sprecher Ulrich Schröder der Deutschen Presse-Agentur dpa. Nach Angaben der Zeitung sind die Stuttgarter aber auf einen Rückzug von EnBW vorbereitet und bereits in Gesprächen mit möglichen Nachfolgern. Der Energie-Konzern wirbt seit 2005 mit seinem Schriftzug auf den VfB-Trikots. Damals löste er Debitel als Hauptsponsor ab. Nach Informationen der «Stuttgarter Nachrichten» wird EnBW dem Verein als Geldgeber erhalten bleiben, in Zukunft aber nur noch rund drei statt bislang etwa sieben Millionen Euro pro Spielzeit überweisen. Sollte der VfB einen neuen Trikotsponsor finden, der ähnlich viel zahlt wie EnBW, könnte er von der kommenden Saison an sogar Mehreinnahmen erzielen. Offizielle Angaben dazu machte der Verein nicht.
Nach dpa-Informationen wird EnBW auch seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag als Hauptwerbepartner des Zweitligisten Karlsruher SC nicht verlängern. Dass das Sportsponsoring innerhalb des Unternehmens grundsätzlich auf dem Prüfstand steht, bestätigte Ulrich Schröder nicht. «Wir prüfen jedes einzelne Engagement, wenn ein Vertrag ausläuft», sagte er. Die «Stuttgarter Zeitung» berichtete, dass Sponsoring-Aktivitäten bei EnBW kritischer gesehen werden, seit Hans-Peter Villis 2007 den Vorstands-Vorsitz von Utz Claassen übernommen hat. Der Energieversorger sponsert in Baden-Württemberg mehrere Erst- und Zweitliga-Vereine in verschiedenen Sportarten. Dazu gehören unter anderem die Handballer von Frisch Auf Göppingen und HBW Balingen-Weilstetten, die Basketballer von EnBW Ludwigsburg sowie die Volleyballer des TV Rottenburg.
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