Liga-Präsident Reinhard Rauball rechnet in den kommenden Jahren mit dem Wechsel von Top-Fußballern von England und Spanien in andere Ligen.
Die steuerlichen Vorteile, «die sehr viel bei der Betrachtung von Bruttolöhnen und Nettoleistungen ausmachen», sollen in den beiden Ländern rückgängig gemacht werden, erklärte Rauball. «Damit wird den Spielern ein wichtiger Anreiz genommen. Allein unter diesem Gesichtspunkt wird es in den nächsten Jahren zu einer Umverteilung der Spitzenspieler auf alle anderen Ligen kommen», sagte der 63-Jährige in einem Interview dem «kicker».
Nach dem «eindrucksvollen Votum für die Erhaltung der 50+1- Regelung» auf der Mitgliederversammlung des Liga-Verbandes wähnt Rauball die deutschen Proficlubs zudem im Vorteil. «Wir stellen zunehmend fest, dass es in den anderen Ländern wie England, Spanien und Italien zu Schwierigkeiten kommt. Die Proficlubs in Deutschland können mit Fug und Recht sagen: Erstens hat es noch keine Insolvenz in der gesamten Geschichte der Bundesliga gegeben, zweitens bekommen die Spieler ihr Gehalt pünktlich zum Ende des Monats.»