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Spekulationen um Friedrich - Hoeneß: Kein Angebot

Wolfsburg (dpa) - 27.12.2009, 10:20 Uhr

Arne Friedrich sitzt im November beim Freundschaftsspiel Deutschland - Elfenbeinküste auf der Bank.
Arne Friedrich sitzt im November beim Freundschaftsspiel Deutschland - Elfenbeinküste auf der Bank.

Spekulationen über einen möglichen Wechsel des Fußball-Nationalspielers Arne Friedrich von Hertha BSC zum VfL Wolfsburg haben die Feiertagsruhe beim deutschen Meister empfindlich gestört.

Der Verein und der zukünftige VfL-Manager Dieter Hoeneß wiesen Berichte über ein angebliches Acht-Millionen-Angebot für den 30 Jahre alten Abwehrspieler energisch zurück. «Es gibt von uns kein Angebot für Friedrich. Das ist völlig aus der Luft gegriffen», erklärte VfL-Pressechef Gerd Voss am 2. Weihnachtstag.

Auch Hoeneß dementierte eine Offerte für Friedrich. «Wir haben noch nicht entschieden, ob wir überhaupt jemanden holen in der Winterpause», teilte der neue starke Mann beim VfL Wolfsburg in der «Bild am Sonntag» mit. Der jüngere der Hoeneß-Brüder tritt seinen Dienst bei den Niedersachsen am 15. Januar an. Weil er Friedrich aus gemeinsamen Berliner Zeiten gut kennt und die Wolfsburger ihre «Wackel-Abwehr» (32 Gegentore) stabilisieren müssen, soll der 69-malige Nationalspieler auf der Wunschliste des Meisters stehen.

Friedrichs Berater Jörg Neubauer äußerte sich sehr skeptisch zu den Transfer-Mutmaßungen. «Es gab von unserer Seite keine Gespräche mit Wolfsburg», sagte Neubauer auf Anfrage. Dies gelte auch für Friedrich selbst, der sich derzeit im Urlaub befindet und zu dem er Kontakt hält. Neubauer verwies auf den bis 2012 laufenden Vertrag des Profis bei Hertha BSC und wollte das «zusammengestrickte Thema» nicht weiter kommentieren. Hertha-Manager Michael Preetz erklärte, dass kein Angebot vorliegt. Für den Tabellenletzten mache es keinen Sinn, seinen Leistungsträger abzugeben.

Neben Friedrich sind der Brasilianer Miranda vom FC Sao Paulo sowie der Schalker Benedikt Höwedes als mögliche Zugänge beim VfL Wolfsburg im Gespräch. Sie könnten ebenfalls als Innenverteidiger eingesetzt werden und damit auf einer Position, die als Schwachstelle im Team von Trainer Armin Veh gilt. Der VfL-Coach hatte während der Vorrunde die vier Innenverteidiger Andrea Barzagli, Ricardo Costa, Alexander Madlung und Jan Simunek eingesetzt. Dennoch kassierte der Meister 32 Gegentore in 17 Spielen. Nur Hertha BSC (39), der SC Freiburg (33) und der VfL Bochum (33) ließen mehr Tore zu.


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