Bruno Labbadia sieht den Fußball-Bundesligisten Hamburger SV nach dem 2:1 im Nordderby gegen Werder Bremen im Soll.
«Es war wirklich ein sehr intensives Jahr mit sehr vielen Höhen und Tiefen. Insgesamt muss man aber bilanzieren, dass wir eine sehr gute Hinrunde gespielt haben», sagte der Trainer Hamburger Zeitungen. Der 43-Jährige will mit dem Tabellen-Vierten bis zum Saisonende weiter Richtung Spitze vorrücken. «Der Anspruch des HSV muss sein, unter die ersten Drei zu kommen.»
Labbadia hob aus dem Kreis der Spieler Verteidiger Joris Mathijsen und Mittelfeldakteur David Jarolim hervor, die auf hohem Niveau «konstant erstklassige Leistungen» ablieferten. Zudem hätten Eljero Elia und Zé Roberto starke Akzente in der Spielkultur gesetzt. Der Venezolaner Tomas Rincon sei für ihn «einer der ganz großen Gewinner dieser Hinrunde». Dagegen übte Labbadia Kritik an Piotr Trochowski. Der Nationalspieler sei in den vergangenen Wochen «nicht konkret genug» gewesen. «Er soll einfach sein Potenzial abrufen und seine Stärken einbringen», riet Labbadia.
Neuzugänge in der Winterpause wird es vermutlich nicht geben, obwohl nach Angaben des Trainers «die meisten Verletzten erst Mitte der Rückrunde oder in dieser Saison gar nicht mehr zurückkommen». Labbadia bezweifelt, dass mitten in der Saison ein Spieler auf dem Markt sei, der den Verein «kurzfristig weiterbringen wird und der gleichzeitig auch zu finanzieren ist».