VfB beendet «Heimfluch»: 3:1 gegen Hoffenheim
Stuttgart (dpa) - 19.12.2009, 20:44 Uhr
Der Stuttgarter Spieler Timo Gebhart (l) im Kopfballduell mit Chinedu Obasi.
Stuttgart (dpa) - Der VfB Stuttgart hat seinen «Heimfluch» beendet: Zum Abschluss der Vorrunde feierten die Schwaben im Südwest- Derby gegen 1899 Hoffenheim beim 3:1 (1:1) ihren ersten Sieg zu Hause seit dem 15. August (4:2 gegen Freiburg). Ciprian Marica per Handelfmeter (32. Minute), der kurz zuvor eingewechselte Cacau (68.) und Sami Khedira (82.) sorgten für den sehnlichst erhofften Befreiungsschlag. Maicosuel glückte vor 41 000 Zuschauern bei Eiseskälte mit einem Freistoß-«Hammer» (44.) der zwischenzeitliche Ausgleich. Der wegen Meckerns bereits verwarnte Luiz Gustavo sah nach einem Foul die Gelb-Rote Karte (51.), so dass Hoffenheim früh dezimiert war. «Zu gewinnen ist immer ein schönes Gefühl. Es war sehr wichtig für uns, heute drei Punkte zu holen. Ich denke, wir haben es gut gemacht, auch bei dieser Kälte», gab VfB-Torschütze Khedira zu Protokoll. Dagegen war Christian Eichner mit der Bilanz des Vorjahres-Herbstmeisters nicht zufrieden: «Wir waren in der Vorrunde nicht konstant genug, um unseren Ansprüchen gerecht zu werden», sagte der Hoffenheimer Abwehrspieler.
Bei den Kraichgauern fiel ein Quintett aus: Trainer Ralf Rangnick musste an seiner alten Wirkungsstätte auf Torhüter Timo Hildebrand, Demba Ba, Marvin Compper (alle Schweinegrippe), Andreas Beck (Muskelfaserriss) und Sejad Salihovic (gesperrt) verzichten. Beim VfB fehlten die Mittelfeldakteure Zdravko Kuzmanovic und Thomas Hitzlsperger (beide Muskelfaserriss). Für den rot-gesperrten Schlussmann Jens Lehmann kam Sven Ulreich zu seinem ersten und insgesamt zwölften Bundesliga-Einsatz seit dem 31. Mai 2008. Der 21- Jährige machte seine Sache gut. Beide Teams hatten im «Kühlschrank» Mercedes-Benz Arena bei minus 17 Grad am Boden Probleme mit den schwierigen Bedingungen, lösten aber angesichts der widrigen Umstände ihre Sache ordentlich. Hoffenheim zeigte ansatzweise, über welch hohes spielerisches Potenzial die Mannschaft verfügt. Der VfB kam aber nach kleinen Anlaufproblemen immer stärker auf. Die erste gute Chance vergab Christian Träsch, der aus 14 Metern übers Tor schoss. |