Bierhoff für Gehaltsgrenzen im Fußball
Düsseldorf (dpa) - 09.12.2009, 11:21 Uhr
Oliver Bierhoff spricht sich für Gehaltsobergrenzen im Fußball aus.
Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff hat sich für die Einführung von Gehaltsgrenzen im Profi-Fußball ausgesprochen. «Wenn man sieht, wie hoch Vereine wie Real Madrid oder Manchester United verschuldet sind oder auch in der Bundesliga einige Clubs mit Verbindlichkeiten zu kämpfen haben, dann muss man sagen: Die Gehälter sind einfach zu hoch», sagte Bierhoff «Handelsblatt Online». Er hält es daher für sinnvoll, Spielergehälter anhand des Umsatzes der Vereine zu begrenzen. «Man hätte keine Wettbewerbsverzerrung, weil irgendwelche Investoren Millionen aus ihrem Privatvermögen hineinbuttern. Es ist nicht interessant, wenn es in der Liga nur eine ganz starke Mannschaft gibt, die hohe Gehälter zahlen kann. Ich bin Befürworter einer europaweiten Regelung», sagte Bierhoff.
In der Diskussion um die 50+1-Regelung plädiert der DFB-Manager für mehr Offenheit gegenüber starken Investoren. «Will man Geld beschaffen und Investoren gewinnen, muss man denen auch ein Mitspracherecht einräumen.» Wenn das dann in einem gewissen Maß kontrolliert werde - etwa woher das Geld komme - «dann sehe ich keinen Grund, warum dies nicht auch umgesetzt werden kann». Die Beispiele Hopp in Hoffenheim, Bayer in Leverkusen oder VW in Wolfsburg zeigten: «Ein Verein kann wirtschaftlich erfolgreich geführt werden, und trotzdem wird die Seele des Fußballs nicht verkauft.» Bierhoff sprach sich überdies dafür aus, Länderspiele langfristig beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu belassen Zu einer Vertragsverlängerung mit ARD und ZDF über 2012 hinaus sehe er «keine Alternative». Bierhoff: «Wir arbeiten sehr gut miteinander. Das sind auch immer fair verhandelte Verträge gewesen.»
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