Die Präsentation des neuen WM-Balles war gerade mal sechs Stunden her, da schoss ihn ein deutscher Fußball- Nationalspieler als Erster ins Tor. Mario Gomez durfte sich über den ersten Treffer bei der Welt-Premiere von «Jabulani» freuen.
Beim 2:1 seines FC Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach machte die Weltmeisterschafts-Kugel aber nicht nur dem Stürmer, sondern auch Keeper Jörg Butt viel Freude. «Wir haben gewonnen, also muss der Ball gut sein», sagte der Bayern-Torwart, der sich gegen den pfeilschnell angeflogenen Ball gleich mehrfach glänzend behaupten konnte. «Er fliegt relativ gerade, dafür ist er etwas schneller.»
Seit jeher gelten Fußbälle als rund, aber «Jabulani», so wirbt der Hersteller (adidas), sei noch runder, erreiche eine «nie dagewesene Rundheit». Die neu entwickelte Außenhaut des Balls mit lediglich acht zusammengeschweißten Platten soll ein stabiles Flugverhalten und eine perfekte Griffigkeit bei allen Bedingungen erlauben. «Fantastisch, der Ball macht genau das, was ich will», lobte der deutsche Kapitän Michael Ballack. So soll es sein bei einem Berufs-Fußballer.
Der Name stammt aus dem Sprachgut der Zulus und bedeutet übersetzt «feiern» oder «zelebrieren». Gleich den besten Grund dazu hatte Münchens Siegtorschütze Holger Badstuber, nachdem der Ball zum Siegtreffer ins Tor gerauscht war. «Ich hab gleich ein Tor gemacht, der Ball ist gut», sagte der 20-Jährige nach seinem ersten Liga-Tor.