Erstes Heimspiel nach Enke-Tod: FC Bayern kommt
Hannover (dpa) - 28.11.2009, 17:10 Uhr
Das erste Spiel nach Enkes Tod hatte Hannover 96 verloren. Keeper Fromlowitz (r) schaut zum Ball.
Erstmals seit dem Tod von Nationaltorwart Robert Enke läuft Hannover 96 wieder in der heimischen Arena auf. «Wir haben uns intensiv vorbereitet, das Team macht einen gefestigten Eindruck», sagte 96-Trainer Bergmann vor dem Spiel gegen den FC Bayern München. Bei der Jahreshauptversammlung des sportlich angeschlagenen deutschen Fußball-Rekordmeisters wurde noch einmal des toten Torwarts gedacht; schon vorher hatte Trainer Louis van Gaal auf die besonderen Umstände des Spiels hingewiesen. «Ich weiß nicht, wie die Menschen und die Spieler dort reagieren», sagte der Bayern-Coach vor der Partie in der AWD-Arena, in der vor zwei Wochen die bewegende Trauerfeier für Enke stattgefunden hat. Das erste Spiel nach dem Tod des Nationaltorhüters hatte 96 am vergangenen Wochenende beim FC Schalke 04 mit 0:2 verloren. Trotzdem rechnen sich die Niedersachsen etwas aus. «Die Bayern dominieren nicht mehr so. Wenn es da mal nicht richtig läuft, merken das alle sofort, und es ergibt sich vielleicht auch für uns die Chance zu punkten. Das Ziel müssen wir haben», forderte der neue Mannschaftskapitän Arnold Bruggink. Verzichten müssen die 96er aber auf Abwehrspieler Steven Cherundolo (Knieverletzung).
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Bayern-Coach Louis van Gaal muss weiter auf seine Offensivkräfte Franck Ribéry, Arjen Robben und Miroslav Klose verzichten. Der durch seine wiederholte Kritik in Ungnade gefallene Luca Toni ist ebenso nicht im Kader wie Hamit Altintop. In Hannover plant van Gaal mit der Siegerelf aus dem Haifa-Spiel. «Der Sieg war ein gutes Signal, aber wir müssen auch die nächsten Spiele gewinnen», sagte der niederländische Trainer, der bei der Jahreshauptversammlung mit mehr Beifall als Pfiffen von den knapp 5000 Fans empfangen worden war. Im ersten Heimspiel nach dem Tod Enkes wird es in der AWD-Arena ein reduziertes Rahmenprogramm geben. «Wir versuchen, die Situation so normal wie möglich für die Spieler zu gestalten», sagte 96- Pressesprecher Andreas Kuhnt. Eine besondere Enke-Choreographie der Fans werde es nicht geben. Die Partie ist mit 49 000 Zuschauern ausverkauft.
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