Werder Bremen - VfL Wolfsburg (Samstag, 15.30 Uhr) Nach 20 Pflichtspielen ohne Niederlage hat Bremen die Zurückhaltung abgelegt. Ungewohnt offen gab Werder-Manager Allofs in den vergangenen Tagen das Saisonziel Meistertitel aus. Der famose 6:0-Kantersieg am vorigen Spieltag in Freiburg beförderte das Team endgültig in den Kreis der Meisterfavoriten. Im Nordderby ist jedoch Vorsicht geboten: Immerhin konnten die «Wölfe» bereits fünfmal in Bremen gewinnen. Bei Werder kehrt Frings zurück, die Gäste müssen auf den gelbgesperrten Josué verzichten. (Heimbilanz: 6-1-5, 24:17 Tore) 1. FSV Mainz 05 - Hamburger SV (Samstag, 15.30 Uhr) Beim HSV geht die Angst vor einem freien Fall um. Seit fünf Liga- Spielen ist das personell gebeutelte Team von Trainer Labbadia ohne Sieg. Der jüngste Rückschlag bei Zé Roberto, der aufgrund einer nun doch nötigen Operation bis zum Ende der Hinserie ausfällt, passt ins Bild. Auch die Hoffnungen auf eine Rückkehr von Petric erfüllten sich wegen einer Magen-Darm-Erkrankung nicht. Die Hürde ist hoch: Schließlich ist Mainz die beste Heimmannschaft der Liga. In bisher sechs Spielen im Bruchwegstadion gab es fünf Siege und ein Remis. (Heimbilanz: 1-1-1, 3:4 Tore) 1. FC Nürnberg - SC Freiburg (Samstag, 15.30 Uhr) Unterschiedlicher könnte die Stimmung der beiden Aufsteiger kaum sein. Die Nürnberger schöpften nach dem 3:2-Coup am vorigen Spieltag in Wolfsburg neuen Mut, die Freiburger leckten nach dem heftigen 0:6 im Heimspiel gegen Bremen ihre Wunden. Damit avancierte Freiburg bei nunmehr 30 Gegentoren zur Schießbude der Liga. Zudem gibt die jüngste Bilanz mit nur einem Sieg aus sechs Spielen Grund zur Sorge. Mit Buscher, Krmas, Flum Salz, Roth und Toprak fehlen gleich fünf Profis - in der Abwehr stehen mit Bastians und Barth nur noch zwei gelernte Verteidiger. Beim Gastgeber vertritt Stephan den gesperrten Torhüter Schäfer. (Heimbilanz: 2-1-1, 8:4 Tore) Borussia Mönchengladbach - FC Schalke 04 (Samstag, 18.30 Uhr) Der FC Schalke 04 kann sich nach sieben Spielen ohne Niederlage Hoffnung auf den inoffiziellen Herbstmeistertitel machen. Schließlich beträgt der Rückstand auf Tabellenführer Leverkusen nur zwei Punkte. Der Trend beim Gegner ist weniger eindeutig: Die Borussia ist zwar seit vier Partien ohne Niederlagen, aber auch seit vier Heimspielen sieglos und seit 343 Minuten im eigenen Stadion ohne Tor. Zwei Auswärtserfolge in Serie - zum ersten Mal seit 13 Jahren - sorgten für Aufwind. (Heimbilanz: 21-9-6, 77:28 Tore) Bayer Leverkusen - VfB Stuttgart (Sonntag, 15.30 Uhr) Nach einer imposanten Erfolgsserie liebäugelt Bayer mit der Herbstmeisterschaft. Die einzige noch ungeschlagene Mannschaft der Liga führt seit fünf Spieltagen die Tabelle an. Die kommende Aufgabe scheint lösbar: Der VfB konnte keine seiner letzten sechs Bundesliga-Partien gewinnen und erzielte in diesem Zeitraum nur zwei Treffer. Hoffnung auf eine Kehrtwende macht nur der Champions-League- Sieg in Glasgow. VfB-Verteidiger Tasci steht vor seinem Comeback, bei Bayer steht ein kleines Fragezeichen hinter dem Einsatz von Castro. (Heimbilanz: 12-12-6, 48:28 Tore) Hannover 96 - Bayern München (Sonntag, 17.30 Uhr) Nach dem mühsamen 1:0 in der Champions League gegen Haifa wollen die Bayern nun auch in der Bundesliga zurück in die Erfolgsspur finden. Ein Sieg in Hannover wäre der erste nach zuletzt drei Unentschieden. Ribéry fehlt weiterhin, Robben soll in den Kader zurückkehren, Kloses Einsatz ist ungewiss. Der bei Trainer van Gaal in Ungnade gefallene Toni verhandelt angeblich bereits mit AS Rom über einen baldigen Transfer. Für Hannover ist es das erste Heimspiel nach dem Tod von Enke. Das Team tritt erneut mit der 1 des Torhüters auf der Trikot-Brust an. (Heimbilanz: 6-6-8, 27:36 Tore)
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