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Hoeneß will zwischen Toni und van Gaal vermitteln

München (dpa) - 26.11.2009, 13:53 Uhr

Luca Toni (l.) und sein Trainer Louis van Gaal liegen derzeit auf Konfrontationskurs.
Luca Toni (l.) und sein Trainer Louis van Gaal liegen derzeit auf Konfrontationskurs.
 
 

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Der bestrafte Luca Toni will weg, aber Manager Uli Hoeneß hofft bei den Bayern noch auf Versöhnung zwischen dem Torjäger und Trainer Louis van Gaal. «Ich versuche da zu vermitteln auf beiden Seiten», sagte er nach dem 1:0 in der Champions League gegen Maccabi Haifa.

«Ich denke, dass wir da schon eine kleine Bindung hinkriegen», meinte der designierte Präsident des deutschen Rekordmeisters. Weltmeister Toni hatte sich erneut in der Öffentlichkeit kritisch über seinen Coach geäußert («Unser Verhältnis ist so gut wie am Ende») und seinen Wechselwunsch bekräftigt. Für seine Vergehen in den vergangenen Tagen war der Italiener mit insgesamt 25 000 Euro Strafe belegt worden.

Van Gaal äußerte sich emotionslos über einen möglichen Wechsel des 32-Jährigen. «Der Spieler hat selbst angegeben, dass er weg will. Dann muss er einen Club suchen», sagte van Gaal in Sat.1. Für Hoeneß kommt ein Wechsel derzeit nicht infrage - aber sein Verhalten müsse Toni ändern. «Er weiß, dass wir das nicht akzeptieren können, auf der anderen Seite ist es so, dass man unter Männern die Möglichkeit hat, sich zu entschuldigen. Das steht noch aus. Wenn das passieren würde, dann gibt es eine Chance zwischen ihm und Louis van Gaal», betonte der Manager im Pay-TV-Sender Sky.

 

Zugeschlagen ist die Tür beim niederländischen Trainer für Toni, der im Heimspiel gegen die Israelis neben dem schmerzlich vermissten Franck Ribéry auf der Tribüne saß, offensichtlich noch nicht. «Jeder Spieler hat seine Chance. Aber ich denke, dass jeder Spieler auch den Anforderungen eines Profispielers bei Bayern München entsprechen muss. Das muss er erst machen und dann sehen wir weiter», sagte der Coach. Seiner Meinung nach liegt die Zukunft des Südeuropäers nicht in seinen Händen. «Natürlich habe ich einen Einfluss, aber der Vorstand wird das entscheiden», sagte van Gaal.

Der Vorstand spielte den Ball gleich wieder zurück. «Dass ein Trainer so reagiert, wenn ein Spieler ihn öffentlich kritisiert, das ist normal und wird vom Verein unterstützt», sagte Sportdirektor Christian Nerlinger. «Wie die beiden das lösen, Trainer und Spieler, das dürfen die beiden entscheiden.» Im Kreise der Mannschaft hat man keine Probleme mit dem neuerlichen Ausscheren des ehemaligen Bundesliga-Torschützenkönigs, dem schon Angebote aus Spanien und Italien nachgesagt wurden. Man werde das intern klären, sagte Kapitän Mark van Bommel. Und Mario Gomez, bester Bayern-Spieler gegen Haifa, merkte an: «Luca ist ein supergeiler Typ.»


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