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Weiterhin keine Dividende für Dortmund-Aktionäre

Dortmund (dpa) - 24.11.2009, 15:35 Uhr

Hans-Joachim Watzke ist Geschäftsführer der Borussia Dortmund GmbH.
Hans-Joachim Watzke ist Geschäftsführer der Borussia Dortmund GmbH.

Die Aktionäre des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund müssen neun Jahre nach dem Börsengang weiter auf ihre erste Dividende warten.

Eine Dividendenzahlung sei erst dann sinnvoll, wenn der Verein sich sportlich wieder international etabliere und substanzielle Überschüsse realisiert würden, heißt es in dem der Hauptversammlung vorgelegten Bericht für das Geschäftsjahr 2008/09 (30. Juni).

Der Club, der vor vier Jahren knapp an der Insolvenz vorbeigeschrammt war, hatte die Aktien beim Börsengang im Herbst 2000 für jeweils 11 Euro ausgegeben. Am 24. November notierten sie bei rund 92 Cent. Als in der vergangenen Saison Anfang Mai 2009 die Chance auf einen UEFA-Pokal-Platz am größten schien, lag die Aktie bei 1,31 Euro. Die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA ist der einzige börsennotierte Fußballclub Deutschlands. Zwei Drittel der Aktien sind in Streubesitz.

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bat die Aktionäre um Geduld und Solidarität. Er verwies auf die Stärken des Unternehmens: «Eine strahlende Marke, 3,7 Millionen Fans und eine junge, ambitionierte Mannschaft.» Der Kader sei in der Bilanz mit einem Buchwert von 27 Millionen Euro verbucht. Das Internetportal «transfermarkt.de» sehe den Wert jedoch bei 90 Millionen Euro, so Watzke. Allein die stille Reserve der Lizenzspieler sei damit größer als der gesamte Börsenwert des Unternehmens. Zur aktuellen Position in der Bundesliga meinte er: «Wir brauchen noch nicht in Sack und Asche zu gehen. Die Tendenz geht nach oben.» Dortmund steht nach dem 13. Spieltag auf Platz 9.

Mehrere Aktionärsvertreter äußerten sich zufrieden. «So schlecht wie es anderen Vereinen geht, geht es Borussia Dortmund nicht», sagte Stefan ten Doornkaat von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger. Carsten Heise von der Deutschen Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz stellte fest: «Die Dinge haben sich beruhigt. Die Finanzen haben sich stabilisiert.»

Im vergangenen Geschäftsjahr hatte der Fußball-Bundesligist im Konzern einen Verlust von 5,9 Millionen Euro verbucht. Im Vorjahr hatte es noch einen kleinen Gewinn von 300 000 Euro gegeben. Den Umsatz konnte Borussia Dortmund unter anderem durch höhere Transfererlöse um 1,7 Millionen Euro auf 114,7 Millionen Euro steigern. Der Club geht davon aus, im laufenden Jahr ein positives operatives Konzernergebnis zu erreichen. Man sei zuversichtlich, beim Umsatz mehr als 100 Millionen Euro zu erreichen.


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