96 kämpft um Normalität - Keine Sonderbehandlung
Hannover (dpa) - 19.11.2009, 15:58 Uhr
Trainer Andreas Bergmann (m) richtet sich beim Training an die Spieler von Hannover 96.
Hannover (dpa) - Nach dem Selbstmord ihres Kapitäns Robert Enke kämpfen die Fußballer des Bundesligisten Hannover 96 um die Rückkehr zur Normalität. Und wollen dabei keine Sonderbehandlung. «Es geht um wichtige drei Punkte. Schalke wird uns nichts schenken und nicht behutsam mit uns umgehen», sagte 96-Trainer Andreas Bergmann. «Das erwarten wir nicht und das wollen wir auch nicht», erklärte der 50-Jährige mit Blick auf das erste Spiel ohne Enke beim FC Schalke 04. Die Mannschaft sei nach der Tragödie gefestigt und noch näher zusammengerückt. «Jedem ist bewusst, dass es ein besonderes Spiel ist. Aber wir lieben den Fußball und sind von diesem Sport fasziniert, so wie Robert es war. Robert hätte gewollt, dass wir diesen Weg, den wir eingeschlagen haben, weitergehen», meinte Bergmann, der sein Team wie vor jedem anderen Spiel ohne Besonderheiten vorbereitet. «Wir haben ein klares Ziel: Wir wollen unser Bestes geben, eine gute Leistung zeigen und um die drei Punkte kämpfen.»
Unterdessen hat sich Magath für einen offeneres Miteinander im Profisport ausgesprochen. «Wir können aus diesem schrecklichen Ereignis für die Zukunft nur mitnehmen, offener mit diesem Geschäft umzugehen und sich nichts vorzumachen, sondern es so zu akzeptieren, wie es ist», sagte der 56-Jährige. Dass die Liga in den Alltagsbetrieb zurückkehrt, hält der Coach für richtig und wichtig. «Es ist nicht nur für Hannover 96, sondern auch für uns eine schwierigere Situation als normal. Weil wir die ersten sind, die gegen Hannover spielen. Doch auch die meisten 96- Spieler werden froh sein, dass es wieder los geht und sie ihrer liebsten Tätigkeit nachgehen können», meinte der frühere Profi. |