Frankfurt/Main (dpa) - 12.11.2009, 11:47 Uhr
Der Geschäftsführer der DFL, Holger Hieronymus, in der Zentrale in Frankfurt am Main.
Nach dem Selbstmord von Nationaltorwart Robert Enke denkt die Deutsche Fußball Liga (DFL) über Konsequenzen für das Profigeschäft nach. «Depressionen dürfen kein Tabu-Thema sein. Gemeinsam mit der Vereinigung der Vertragsfußballspieler und unter Einbeziehung der Kommission Sportmedizin des DFB müssen wir darüber nachdenken, wie wir zu einem offenerem Umgang mit dem Thema kommen», sagte DFL-Geschäftsführer Holger Hieronymus am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur dpa.
Hieronymus verwies darauf, dass sich viele Clubs des Themas der psychologischen Betreuung bereits seit längerem angenommen hätten. Im Lizenzierungsverfahren der DFL sind bisher zwar sportmedizinische Kriterien aufgeführt, nicht explizit jedoch die Beschäftigung eines Psychologen.