Bremen (dpa) - 09.11.2009, 11:46 Uhr

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Franciszek Smuda intensiviert das Werben um Sebastian Boenisch von Bundesligist Werder Bremen. Polens Nationaltrainer weilte als Zuschauer im Weserstadion bei der Partie gegen Borussia Dortmund.
Im Vorfeld hatte sich Smuda bereits mit den Eltern von Boenisch getroffen, der Fußball-Profi wurde in Gliwice (Gleiwitz) geboren. «Es war mir wichtig, dass Smuda mit meinen Eltern geredet hat. Sie sollten sich auch ein Bild machen», sagte der deutsche U 21-Europameister.
Boenisch hat bisher 20 Nachwuchs-Länderspiele für Deutschland bestritten. Der Linksverteidiger kann noch wählen, solange er kein Pflichtspiel für die A-Nationalmannschaft absolviert hat.
Boenisch will auch noch mit Werder-Sportchef Klaus Allofs darüber sprechen: «Seine Meinung ist mir sehr wichtig.» Allofs erklärte dazu: «Es gibt ganz viele Argumente, dass er für Deutschland spielt, und weniger für Polen.» Der 22-Jährige will sich Zeit lassen. «Wenn man sich entscheidet, sollte man so fair sein, auch dahinter zu stehen», erklärte Boenisch. Bereits vor der WM 2006 hatten sich der polnische Verband um Spieler wie Michael Delura und Eugen Polanski bemüht, war aber mit seinem Werben nicht erfolgreich. Für die WM 2010 ist Polen nicht qualifiziert, als Gastgeber aber für die EM 2012 gesetzt.