In Titelverteidiger Wolfsburg und Aufsteiger Mainz zogen zwei weitere Teams in der Tabelle an den Münchnern vorbei. Vier Tage nach dem erfolgreichen Auftritt in Istanbul demonstrierten die «Wölfe» auch beim 2:1 in Hoffenheim Stärke. Ausgerechnet der von Trainer Armin Veh zuvor wegen Formschwäche in den Heimaturlaub beorderte Grafite avancierte nach seiner Rückkehr aus Brasilien mit seinem Treffer zum 2:1 zum Matchwinner: «Ich sage vielen Dank an den Trainer für das Vertrauen, mich spielen zu lassen», sagte der Torjäger. Mit der gleichen Punktzahl wie Wolfsburg rangiert der FSV Mainz nach dem 1:0 über Nürnberg auf dem sechsten Tabellenrang. Nie zuvor in der Club-Geschichte gelangen fünf Bundesliga-Heimsiege in Serie. Als Vater des Erfolgs gilt Thomas Tuchel. Dennoch hat der Trainer weiter nur den Klassenverbleib im Visier: «Wir setzen uns keine neuen Ziele, solange wir das eine große Ziel nicht erreicht haben.» Neben dem Shooting-Star der Trainergilde aus Mainz standen in Heiko Herrlich und Markus Babbel zwei weitere Fußball-Lehrer im Rampenlicht. Beiden blieb ein Sieg verwehrt: Herrlich musste bei seinem Heim-Debüt auf der Bank des VfL Bochum eine 1:2-Schlappe gegen Freiburg verkraften. Dessen Kollege Babbel konnte sich zumindest mit einem Punktgewinn trösten. Beim 0:0 in Mönchengladbach blieb sein VfB Stuttgart zwar zum neunten Mal in Serie ohne Sieg, setzte aber seinen dezenten Aufwärtstrend fort: «Ich sehe das positiv. Wir haben dreimal nicht verloren. Das ist ein gutes Gefühl», sagte Babbel.
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