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«Alarm» beim FC Bayern - Bochum in Not

Düsseldorf (dpa) - 08.11.2009, 15:01 Uhr

Bayern-Trainer van Gaal (M) und Co-Trainer Gerland springen von der Bank auf.
Bayern-Trainer van Gaal (M) und Co-Trainer Gerland springen von der Bank auf.
 
 

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Die Tabellenspitze in weiter Ferne, die Stimmung im Keller - nach dem neuerlichen Rückschlag entlud sich beim Fußball-Rekordmeister der aufgestaute Frust. «Es ist Alarm bei Bayern München», befand Abwehrspieler Daniel van Buyten.

Mehr noch als das aus sportlicher Sicht unbefriedigende 1:1 gegen den FC Schalke machte die Kritik von Nationalspieler Philip Lahm an der Vereinsführung und die Stadion-Flucht von Weltmeister Luca Toni zu schaffen. Die Reaktion der Clubspitze ließ nicht lange auf sich warten: Nach einem Rapport bei Vorstand Karl-Heinz Rummenigge und Trainer Louis van Gaal wurden beide Profis mit hohen Geldstrafen belegt.

Alle Hoffnungen auf eine Trendwende erwiesen sich erneut als Wunschdenken. Mit dem 1:1 gegen den Revierclub vergrößerte sich der Rückstand auf Tabellenführer Leverkusen auf sechs Punkte. Nicht nur in der Champions League, sondern auch in der Meisterschaft sind die Saisonziele in Gefahr geraten. Gleichwohl muss van Gaal akut nicht um seinen Job bangen. «Wir werden in aller Ruhe bis Weihnachten abwarten und gucken, wie das Zwischenergebnis ist», sagte Manager Uli Hoeneß.

 

Mit einem Heimsieg über Leverkusen könnte das auf Rang acht abgerutschte Starensemble die Wende einleiten. Allerdings hat Bayer als einziges Bundesliga-Team noch kein Saisonspiel verloren. Beim 4:0-Kantersieg über Frankfurt stellten die Heynckes-Schützlinge abermals Titelreife unter Beweis. Trotz des anhaltenden Höhenfluges äußerte sich Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler zurückhaltend: «Es hat sich nichts geändert nach dem 4:0. Andere Clubs wie Bremen, HSV, Schalke oder Bayern sind dicht dran.»

In Titelverteidiger Wolfsburg und Aufsteiger Mainz zogen zwei weitere Teams in der Tabelle an den Münchnern vorbei. Vier Tage nach dem erfolgreichen Auftritt in Istanbul demonstrierten die «Wölfe» auch beim 2:1 in Hoffenheim zurückgewonnene Stärke. Ausgerechnet der von Trainer Armin Veh zuvor wegen Formschwäche in den Heimaturlaub beorderte Grafite avancierte nach seiner Rückkehr aus Brasilien mit seinem Treffer zum 2:1 zum Matchwinner: «Ich sage vielen Dank an den Trainer für das Vertrauen, mich spielen zu lassen», kommentierte der Torjäger.


Mit der gleichen Punktzahl wie Wolfsburg rangiert der FSV Mainz nach dem 1:0 über Nürnberg auf dem sechsten Tabellenrang. Nie zuvor in der Club-Geschichte gelangen fünf Bundesliga-Heimsiege in Serie. Als Vater des Erfolgs gilt Thomas Tuchel. Trotz der stattlichen Ausbeute hat der Trainer weiter nur den Klassenverbleib im Visier: «Wir setzen uns keine neuen Ziele, solange wir das eine große Ziel nicht erreicht haben.»

Neben dem Shooting-Star der Trainergilde aus Mainz standen in Heiko Herrlich und Markus Babbel zwei weitere Fußball-Lehrer im Rampenlicht. Beiden blieb ein Sieg verwehrt: Herrlich musste bei seinem Heim-Debüt auf der Bank des VfL Bochum eine 1:2-Schlappe gegen Freiburg verkraften. Dessen Kollege Babbel konnte sich zumindest mit einem Punktgewinn trösten. Beim 0:0 in Mönchengladbach blieb sein VfB Stuttgart zwar zum neunten Mal in Serie ohne Sieg, setzte aber seinen dezenten Aufwärtstrend fort: «Ich sehe das positiv. Wir haben dreimal nicht verloren. Das ist ein gutes Gefühl», sagte Babbel, der seine schwierigste Zeit beim VfB überstanden zu haben scheint.

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