VfB-Trainer Babbel sehnt Pause herbei
Mönchengladbach (dpa) - 08.11.2009, 09:29 Uhr
Der Stuttgarter Trainer Markus Babbel mit Alexander Hleb an der Seitenlinie.
Nur mühsam bewältigt der VfB Stuttgart seine sportliche Krise, doch Trainer Markus Babbel dürfte seine schwierigste Zeit beim schwäbischen Fußball-Bundesligisten vorerst überstanden haben. Mit dem 0:0 bei Borussia Mönchengladbach schaffte der VfB zwar auch im neunten Pflichtspiel nacheinander keinen Sieg, aber der dritte Teilerfolg in Serie lässt einen dezenten Aufwärtstrend erkennen. «Ich sehe das positiv. Wir haben dreimal nicht verloren. Das ist ein gutes Gefühl», meinte der Stuttgarter Trainer nach dem insgesamt glücklichen Punktgewinn. Die bessere Mannschaft war zwar die Borussia, doch eigenes Unvermögen oder VfB- Keeper Jens Lehmann standen dem Erfolg der Gastgeber im Wege. «Wir haben mit dem Bayern-Spiel und der Partie in Sevilla sehr intensive Spiele hinter uns, das hat man heute auch gemerkt. Dazu kommt, dass uns acht wichtige Spieler fehlen», sagte Sportdirektor Horst Heldt. Einen Schönheitspreis gab es für die Leistung seines Teams nicht zu gewinnen, aber das hatte ohnehin kaum jemand erwartet. Zumal in der Startelf auch angeschlagene Spieler standen wie Matthieu Delpierre, der durch einen Mittelhand-Bruch gehandicapt war. «Die letzten Wochen waren sehr anstrengend. Der Mannschaft fehlt auch die geistige Frische. Da ist es normal, dass die Leistung nicht top ist», erklärte Babbel.
Vor allem Torhüter Jens Lehmann, der am Dienstag 40 Jahre alt wird, hat sich gegen eine drohende Niederlage gestemmt. Gegen die nach dem 3:2-Sieg in Hamburg selbstbewussten Gladbacher musste der ehemalige Nationaltorhüter einige Male Kopf und Kragen riskieren. «Dafür, dass wir am Mittwoch noch Europapokal gespielt haben, war das gar nicht so schlecht. Am Ende müssen wir aber froh sein, hier einen Punkt geholt zu haben», befand Lehmann. Trainer Babbel sehnt die Länderspiel-Pause herbei, damit seine Profis sich erholen können. Schließlich hat sich der Club mit dem 1:1 beim FC Sevilla auch in der Champions League noch alle Möglichkeiten offen gehalten. «Wir haben das große Ziel, ins Achtelfinale zu kommen. Diese Chance wollen wir nutzen», sagte Babbel zuversichtlich. |