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Hertha vor Kellerduell: Wichniarek solls richten

Berlin (dpa) - 07.11.2009, 16:00 Uhr

Der Berliner Artur Wichniarek jubelt nach dem 2:2 gegen den SC Heerenveen.
Der Berliner Artur Wichniarek jubelt nach dem 2:2 gegen den SC Heerenveen.

Ausgerechnet der seit Wochen gescholtene Neuzugang Artur Wichniarek soll Hertha BSC auch in der Bundesliga wieder in die Erfolgsspur zurückbringen.

Der Pole, in der Europa League in Heerenveen Matchwinner, wird im Kellerduell gegen den 1. FC Köln wohl wieder von Beginn an ran dürfen. «Er hat gezeigt, dass er 100 Prozent für Hertha gibt», lobte Trainer Friedhelm Funkel in der «Bild»-Zeitung, «er steckt den Kopf nicht in den Sand.» Mit Sturmpartner Waleri Domowtschijski soll der zuvor als Transfer-Flop abgestempelte Wichniarek gegen die Rheinländer die Aufholjagd des Tabellenschlusslichts einläuten.

Während man in der Hauptstadt bereits von einem «Endspiel» spricht, meinte Kölns Superstar Lukas Podolski: «Dieses Spiel ist für uns zwar kein Finale, aber ganz wichtig.» Der Nationalspieler wird nach zuletzt mehreren taktischen Experimenten wohl wieder auf der linken Angriffseite auflaufen.

Deutliche Worte fand vor der Partie FC-Präsident Wolfgang Overath, der von seinen Spielern in einer Brandrede «mehr Engagement, mehr Leistung und mehr Leidenschaft» forderte. Verzichten müssen die Gäste im Olympiastadion auf den gesperrten Portugiesen Petit - dennoch blieb Coach Zvonimir Soldo optimistisch: «Wenn wir mit Engagement und Disziplin dagegen halten, können wir gegen jeden Gegner bestehen.»

Bei den Gastgebern fehlt Mittelfeld-Routinier Pal Dardai, der wegen einer Sprunggelenksverletzung rund fünf Wochen ausfällt. Fraglich ist nach wie vor der Einsatz von Gojko Kacar, der an einer Blockade im Rücken leidet. Sollte der Serbe - mit bescheidenen zwei Saisontreffern Toptorjäger der Berliner - ausfallen, ruhen die Hoffnungen der Hertha auf den ersten Bundesliga-Dreier seit dem ersten Spieltag mehr denn je auf dem Sturmduo Wichniarek/Domowtschijski.

Den letzten Platz wird die Hertha auch bei einem Sieg nicht abgeben, im Abstiegskampf aber zumindest bis auf zwei Punkte an Köln herankommen. Und mit sieben erzielten Toren aus elf Saisonspielen sind die Berliner in dieser Statistik «nur» Vorletzter - Schlusslicht ist Köln mit sechs Toren.


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