HSV muss nachlegen - Labbadia: Top-Einstellung
Hannover (dpa) - 07.11.2009, 11:39 Uhr
Der Hamburger Trainer Bruno Labbadia (r) will den HSV weiter nach vorne bringen.
Bayer Leverkusen hat vorgelegt, nun muss der Hamburger SV nachziehen. Nur mit einem Auswärtssieg beim Nord-Rivalen Hannover 96 kann der HSV den Kontakt zu Bundesliga-Tabellenführer Leverkusen halten. Diese Konstellation erhöht die ohnehin beträchtliche Brisanz beim Nord-Klassiker, vor dem der vermeintliche Außenseiter «96» mit zwei Siegen ohne Gegentor viel Selbstbewusstsein getankt hat. Mit 49 000 Zuschauern ist die AWD- Arena erstmals in dieser Saison ausverkauft. «Hannover hat einen Aufwärtstrend, sie haben sich gefangen und werden mit viel Euphorie spielen», warnte HSV-Trainer Bruno Labbadia seine Profis. «Auch als Top-Mannschaft kann man gegen kein anderes Bundesliga-Team nach einem Europa-League-Spiel wie vor einigen Jahren mit 10 bis 15 Prozent weniger antreten», erklärte Labbadia die Ausgeglichenheit der Liga. Zudem sind die Niedersachsen alles andere als ein Lieblingsgegner des HSV. In 14 Spielen seit dem 96- Wiederaufstieg gewannen die Hamburger nur dreimal.
Nach dem mageren 0:0 gegen Celtic Glasgow versprach der HSV-Coach Besserung: «Wir werden mit einer Top-Einstellung in das Spiel gehen.» Nationalspieler Jerome Boateng steht wieder zur Verfügung und soll die Defensivabteilung stärken. Ein Fragezeichen bleibt hinter dem Einsatz von Guy Demel. Die Wadenprobleme, die schon einen Einsatz gegen Celtic ausgeschlossen haben, bereiten dem Ivorer nach wie vor Probleme. «Wenn wir Mut und Einsatz zeigen, aber auch spielerisch ans Limit gehen, können wir gewinnen», sagte 96-Trainer Andreas Bergmann. Der frühere St. Pauli-Coach setzt auf die Startelf, die zuletzt 1:0 in Köln gewann. Auch Abwehrchef Christian Schulz, der sich unter der Woche beim Bayern-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt in München behandeln ließ, ist wieder fit. Im Angriff soll es Jiri Stajner richten. Der Tscheche hat gegen den HSV bereits vier Tore erzielt.
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