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Höhenflieger-Duell: Schalke will HSV überflügeln

24.10.2009, 13:50 Uhr

Schalkes Trainer Felix Magath will seine Mannschaft auch gegen den HSV zum Sieg treiben.
Schalkes Trainer Felix Magath will seine Mannschaft auch gegen den HSV zum Sieg treiben.

Gelsenkirchen/Hamburg (dpa) - Beim FC Schalke 04 geht es sportlich seit Wochen aufwärts, doch Felix Magath stapelt weiterhin tief.

«Meine Spieler sollen sich nicht von dem Meisterschaftsgerede anstecken lassen. Wir sind noch keine Spitzenmannschaft», sagte der Fußball-Lehrer vor dem Bundesliga-Gipfel gegen seinen früheren Stammverein Hamburger SV. Mit einem Sieg könnte der zuletzt dreimal siegreiche Tabellendritte aus Gelsenkirchen die Hanseaten überflügeln und mit Spitzenreiter Bayer Leverkusen nach Punkten gleichziehen.

Beide Teams gehen mit reichlich Rückenwind in die Partie: Dem FC Schalke gelang der beste Ligastart seit 38 Jahren, der HSV ist seit nunmehr zehn Punktspielen ungeschlagen. Anders als der vom Verletzungspech gebeutelte Gast kann der FC Schalke personell aus dem Vollen schöpfen und ohne zusätzliche Europacup-Belastung in die Partie gehen. «Wir müssen es nutzen, dass der HSV unter der Woche ein Spiel bestritten und zudem noch die Reise nach Glasgow in den Knochen hat», sagte Magath mit Bezug auf den 1:0-Erfolg der Hamburger in der Europa League bei Celtic Glasgow.

Die jüngste Statistik verheißt jedoch wenig Gutes: In den letzten fünf Heimspielen konnten die Schalker nicht gegen den HSV gewinnen. Gleichwohl genießt der Revierclub in Hamburg derzeit eine hohe Wertschätzung. «Ich traue Felix dieses Jahr den Titel mit Schalke zu», kommentierte HSV-Legende Uwe Seeler in der «Bild». Die von Verletzungssorgen geplagten Hanseaten müssen nicht nur auf die Top- Stürmer Mladen Petric und Paolo Guerrero, sondern wohl auch auf den am Knie verletzten Abwehrspieler Jerome Boateng verzichten.

Zur Optimierung der Vorbereitung auf das brisante Kräftemessen der zweitbesten Bundesliga-Abwehr (Schalke) mit dem besten Sturm (HSV) bat Bruno Labbadia seine Profis noch vor der Abreise nach Deutschland am Freitagmorgen in Schottland zum Training. «Es geht Schlag auf Schlag, genau deshalb haben wir uns dafür entschieden, noch in Schottland zu trainieren», begründete der Hamburger Coach die ungewöhnliche Maßnahme. «Ich erwarte ein ähnliches Spiel wie bei Celtic. Es kommt wieder auf die mannschaftliche Geschlossenheit an», sagte HSV-Profi Joris Mathijsen.


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