Rote Zahlen beim FCN - Ja zur Satzungsänderung
Nürnberg (dpa) - 13.10.2009, 22:50 Uhr
Auf Trainer Michael Oenning lastet in der Bundesliga mehr Verantwortung.
Der 1. FC Nürnberg hat die Weichen für eine moderne Zukunft gestellt - die derzeitige Finanz-Schieflage hat der Aufbruchstimmung beim «Club» aber einen Dämpfer versetzt. Der Wiederaufstieg in die Fußball-Bundesliga ist dem fränkischen Traditionsclub teuer zu stehen gekommen: Am Bilanzstichstag zum 30. Juni dieses Jahres stand ein Fehlbetrag von 5,8 Millionen Euro in der Bilanz des Geschäftsjahres 2008/2009. In der Saison zuvor hatte der «Club» dank Erstklassigkeit und der Teilnahme am UEFA-Cup noch ein Plus von 1,4 Millionen Euro erwirtschaftet. Trotz des Verlustes sowie weiterer Investitionen in den Spielerkader bestanden am 30. Juni Bankverbindlichkeiten lediglich in Höhe von 1,2 Millionen Euro. «Das Ergebnis ist nicht gut, da gibt es nichts zu beschönigen», sagte Geschäftsführer Ralf Woy auf der Bilanz-Pressekonferenz am Dienstagnachmittag in Nürnberg.
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Auf der Mitgliederversammlung am Abend in der Meistersingerhalle sorgten die Roten Zahlen für Ernüchterung. Dennoch verabschiedeten die Delegierten die geplante Satzungsänderung - 93,3 Prozent der 720 stimmberechtigten Mitglieder stimmten dafür. Danach wird der Verein von Herbst 2010 an nicht mehr von einem ehrenamtlichen Präsidium, sondern von einem hauptamtlichen Vorstand geführt. Als Kontrollorgan ist ein neunköpfiger Aufsichtsrat vorgesehen. Sportdirektor Martin Bader und Woy als kaufmännischer Vorstand sind die Kandidaten für die in einem Jahr zu wählende neue Doppelspitze beim «Club». Der in seinem Amt bestätigte Präsident Franz Schäfer wird bis zur Jahreshauptversammlung im Oktober 2010 als letzter ehrenamtlicher Club-Chef im Amt sein. Die Aufwendungen konnte der Verein gegenüber 2007/2008 um 16,6 auf 42,7 Millionen Euro drücken; im Etat für den Profi-Bereich (der 17,8 Millionen betrug) sparte man acht Millionen ein. Die Einnahmen sanken mit dem Abstieg drastisch; 23,8 Millionen Euro betrug das Minus aus Fernseh-, Spiel- und Marketingeinnahmen - allein die Gelder aus dem Fernsehvertrag sanken von 24,3 auf 8,4 Millionen. |