VfB will Jubiläum mit Sieg gegen Werder krönen
Stuttgart (dpa) - 03.10.2009, 14:28 Uhr
Markus Babbel führt den VfB in sein 1500. Spiel in der Bundesliga.
Mit einem Sieg gegen «Lieblingsgegner» Werder Bremen will der VfB Stuttgart sein Jubiläumsspiel krönen. Die Schwaben bestreiten ihre 1500. Partie in der Fußball-Bundesliga. Teamchef Markus Babbel hofft, dass seine Schützlinge trotz des enttäuschenden 1:1 bei Unirea Urziceni in der Champions League gegen die Norddeutschen an ihre alten Erfolge anknüpfen: 4:1, 6:3 und 4:1 triumphierte der VfB bei seinen drei zurückliegenden Heimauftritten gegen Bremen. «Am Sonntag haben wir die große Chance, gegen einen großen Gegner wieder ein Ausrufezeichen zu setzen», sagte Babbel. Thomas Schaaf verschwendet an diese Pleiten indes keine Gedanken. «Die Situation ist eine andere. Wir blicken nicht zurück», versicherte der Werder-Trainer. Angesichts einer stolzen Serie von elf Pflichtspielen ohne Niederlage, darunter sechs Bundesligapartien, haben die Grün-Weißen allen Grund für ein enormes Selbstbewusstsein. «Das Spiel gegen Bilbao hat gezeigt, dass unsere Mannschaft an Leistungsstärke gewonnen hat. Sie geht trotz einiger Verletzungen diszipliniert ihren Weg», lobte Schaaf seine Profis nach dem 3:1 in der Europa League gegen die Basken.
Aber Schaaf ist noch nicht zufrieden: «Wir haben sehr hohe Ansprüche und wissen, dass die Mannschaft tollen Fußball bieten kann. Sie hat sich weiter entwickelt, aber wir sind noch auf dem Weg.» Er habe viele positive Dinge gesehen, aber das Team könne noch vieles besser machen. Babbel bescheinigte Bremen «eine hohe Qualität. Die Mannschaft verfügt über eine gute Mischung aus jungen, talentierten Spielern und erfahrenen Akteuren». Dem VfB-Teamchef ist klar, dass nur im Fall einer ähnlich couragierten und engagierten Leistung wie beim überzeugenden 3:0- Erfolg über Eintracht Frankfurt auch gegen Werder der erhoffte «Dreier» gelingt. «Gegen Mannschaften auf so hohem Niveau wie Bremen bekommt man nur drei bis vier Chancen. Die muss man dann nutzen», appellierte der einstige Weltklasse-Verteidiger an seine Offensivabteilung, im Abschluss konsequenter zu sein. Erst am Spieltag entscheidet sich, ob Innenverteidiger Serdar Tasci auflaufen kann. Der Nationalspieler hat Knieprobleme. Spielmacher Alexander Hleb (muskuläre Probleme) und der langzeitverletzte Martin Lanig (Kreuzbandriss) fallen weiterhin aus. Schaaf muss gleich auf ein verletztes Quintett verzichten: Sebastian Prödl, Hugo Almeida, Daniel Jensen Tim Borowski und Sebastian Boenisch.
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