Dass der Revierclub insbesondere nach dem Verpassen eines europäischen Wettbewerbes nach Einsparpotenzialen sucht, ist längst kein Geheimnis. Sowohl der vor einigen Wochen als Finanzchef abgedankte Clubpräsident Josef Schnusenberg als auch Peters, Tönnies und Magath betonten dies wiederholt. Strittig ist allein das Ausmaß der Not. Akute Liquiditätsprobleme werden vom Club ebenso vehement bestritten wie die angeblich «rapide verschlechterte Zahlungsmoral» (Handelsblatt) oder Behauptungen, die Stadt habe Schalke die Grundsteuer für das vereinseigene Gelände gestundet und Geschäftsführer Peters sei vom Aufsichtsrat beauftragt worden, noch in dieser Saison 20 bis 30 Millionen Euro zu beschaffen. «Eine derartige Forderung an Peters hat es nie gegeben», versicherte Magath. «Es sind immer wieder verschiedene unwahre Behauptungen über unsere finanzielle Situation im Umlauf. Die Situation ist nicht so schlecht, wie sie in der Öffentlichkeit dargestellt wird.» Aufsichtsrats-Boss Tönnies sagte kürzlich: «Es ist eng. Doch keiner muss sich Sorgen machen. Schalke ist nicht in Not.» Klar ist, dass der mit knapp 137 Millionen Euro verschuldete Verein um Stabilität ringt und zur Not auch Spieler transferieren würde, «aber nicht um jeden Preis», wie Magath und Tönnies versichern. Der «RevierSport» lieferte ein weiteres Mosaiksteinchen, dass der Club, der laut Bilanz im Jahr 2008 exakt 69,2 Millionen Euro an Personalkosten (Löhne und Gehälter der Angestellten) aufwendete, zu Einschnitten offenbar gezwungen ist. Betroffen sind aber zunächst offenbar nur «kleinere» Angestellte. Nach Angaben der Zeitschrift hat Schalke acht Mitarbeitern aus der Rechtsabteilung und der Hausmeisterei gekündigt. Vor Wochen hatten schon zwei Mitarbeiter des Schalke-Museums ihren Arbeitsplatz räumen müssen. «Der Verein befindet sich im Umbruch, dazu gehören die Veränderung der Strukturen und unangenehme Aufgaben wie die Entlassungen», bestätigte Magath.
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