Mein lieber Schieber! Die Redewendung ist außerhalb Schwabens nicht jedem geläufig, zu Fußball-Profi Julian Schieber passt sie jedoch spätestens seit seinen beiden Toren für den VfB Stuttgart beim 3:0-Sieg in Frankfurt.
Alle Achtung! Im vergangenen Jahr holte ihn der damalige Trainer Armin Veh ins Bundesliga-Team, unter Markus Babbel feierte er jetzt den Durchbruch. Dass der 20-Jährige überhaupt in der Anfangsformation stand, überraschte viele. Doch Schieber hat sich im Training immer wieder aufgedrängt. «Ich freue mich wahnsinnig, dass er für die harte Arbeit belohnt worden ist», meinte der VfB-Coach.
Schieber schlief als Kind in Bayern-Bettwäsche, sein Idol ist Jürgen Klinsmann. «Von den Voraussetzungen her ähnelt er Mario Gomez», urteilte der frühere VfB-Amateur-Coach und jetzige U 21- Nationaltrainer Rainer Adrion über den Angreifer. Babbel will über das «Riesentalent» (Manager Horst Heldt) jedoch nicht sagen, «dass er ein Gomez-Ersatz wird». Zu groß sind die Fußstapfen, die der für 30 Millionen Euro nach München gewechselte Torjäger hinterlassen hat. Doch Schieber, der 2006 von der TSG Backnang zum VfB wechselte, ist wieder einmal ein Beweis dafür, dass die Stuttgarter eine bemerkenswerte Nachwuchsarbeit leisten. «So muss es einfach weitergehen», meinte der U 21-Nationalspieler nach seinem großen Tag.
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