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Rummenigge wirft DFL «Gleichmacherei» vor

München (dpa) - 16.09.2009, 13:59 Uhr

Karl-Heinz Rummenigge vor einer Pressekonferenz von Bayern München.
Karl-Heinz Rummenigge vor einer Pressekonferenz von Bayern München.

Karl-Heinz Rummenigge hat der Deutschen Fußball Liga (DFL) «Gleichmacherei» vorgeworfen und eine deutliche Stärkung der Bundesliga-Topteams angemahnt.

«Die DFL geht im Moment einen zumindest für die Spitzenclubs nicht ganz ungefährlichen Weg, indem eine schleichende Zentralisierung eingeführt wird», sagte der Vorstandsvorsitzende des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München in einem Interview der «Sport Bild» mit Blick auf die Rechteverwertung. «Mit dieser Gleichmacherei gehen wir national zwar den richtigen Weg», betonte Rummenigge, «aber international einen gefährlichen Weg.»

Bereits für geringere Summen würden von der DFL Partnerschaften eingegangen und Rechte verkauft, kritisierte Rummenigge. «Aber es bringt doch nichts, eine Kaffeetasse mit dem Logo der 36 Clubs auf den Markt zu bringen. Unser Grundsatz beim FC Bayern lautet: Think big!» Der Vorsitzende der DFL-Geschäftsführung, Christian Seifert, reagierte mit Unverständnis auf die Äußerungen: Die DFL sei «nicht bekannt» dafür, dass «sie Verträge zu billig abschließt», betonte Seifert in Frankfurt/Main.

Mit Blick auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit forderte Rummenigge erneut eine Neuverteilung der TV-Einnahmen. Derzeit würden durch die Bundesliga «nicht genügend hohe Einnahmen» im Fernsehbereich generiert, bemängelte der Bayern-Vorstandschef. «Dabei hätten wir die große Chance, die Italiener in den nächsten zwei Jahren vom dritten Platz der UEFA-Rangliste zu verdrängen und dadurch einen Champions-League-Platz mehr zu bekommen.»

«Eine Liga lebt nicht nur davon, dass sie wie die Bundesliga sportlich sehr ausgeglichen ist. Eine Liga lebt in erster Linie von der Spitze, das muss auch in der Bundesliga irgendwann realisiert werden», bekräftigte Rummenigge.


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