Nach der Absage für Roman Grill will sich Bundesliga-Spitzenreiter Hamburger SV bis zur Winterpause Zeit mit der Suche nach einem neuen Sportchef lassen.
«Wir haben die Entscheidung verschoben. Wir wollen das nicht unter Zeitdruck machen», sagte Aufsichtsratschef Horst Becker. Der Ober- Kontrolleur hatte dem Münchner Spielerberater Grill, der als Wunschkandidat von Clubchef Bernd Hoffmann galt, telefonisch abgesagt.
Nun soll Chefcoach Bruno Labbadia gemeinsam mit dem Vorstand und der Scouting-Abteilung die Planungen des Fußball-Bundesligisten vorantreiben. «Das ist sehr erfolgreich auf mehreren Schultern verteilt. So wird das auch in den kommenden Wochen und Monaten gemacht», sagte Becker.
Den Nachfolger für Dietmar Beiersdorfer hatte der Aufsichtsrat ursprünglich am 1. September wählen wollen. Da aber der frühere Bayern-Profi Oliver Kreuzer seine Kandidatur kurzfristig per SMS zurückzog, entschieden sich die Räte, auch Grill nicht mehr anzuhören. Dies sei «unglücklich» gelaufen, räumte Becker ein.