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Frankfurt: Coup mit Lincoln gescheitert

Frankfurt/Main (dpa) - 01.09.2009, 14:57 Uhr

Der Wechsel von Lincoln nach Frankfurt ist geplatzt.
Der Wechsel von Lincoln nach Frankfurt ist geplatzt.

Mit Enttäuschung hat Eintracht Frankfurts Trainer Michael Skibbe auf den in letzter Minute gescheiterten Top- Transfer des Brasilianers Lincoln von Galatasaray Istanbul reagiert.

«Eintracht Frankfurt hat eine fast schon historische Chance verpasst, einen internationalen Spitzenspieler zu verpflichten. Ich bin sehr traurig und enttäuscht. Aber es gibt keinen Vorwurf an den Verein. Die wirtschaftliche Situation hat es leider nicht zugelassen, diesen für die Eintracht unglaublichen Schritt zu realisieren», sagte der Fußball-Coach der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Bis kurz vor Mitternacht hatte der Erstligist versucht, den Starspieler an den Main zu locken. Am Ende scheiterte der Coup des Tabellensechsten einmal mehr am Geld. Vorstandschef Heribert Bruchhagen: «Wir sind an die Grenzen unserer Möglichkeiten gegangen. Aber wir mussten erkennen, dass der Transfer für uns nicht machbar ist. Es bestanden zu große Unterschiede zwischen den Wünschen von Herrn Lincoln und den Möglichkeiten von Eintracht Frankfurt.»

Doch nicht nur die hohen Gehaltsvorstellungen des Mittelfeld-Asses verhinderten den Coup. «Lincoln wollte sich nicht länger als ein Jahr binden. Wenn wir schon eine Abstandszahlung an Galatasaray zahlen, wollen wir natürlich nicht, dass der Spieler die Möglichkeit hat, uns nach einem Jahr schon wieder zu verlassen. Dafür wäre die Investition zu hoch gewesen. Am Ende sind wir da nicht übereingekommen», sagte Bruchhagen zum geplatzten Deal. Der sah vor, Lincoln bis Saisonende für 750 000 Euro auszuleihen. Zudem war eine Kaufoption in Höhe von 2,5 Millionen Euro ausgehandelt worden. Der 30-Jährige hatte schon den Medizin-Check absolviert. Doch nach gut achtstündiger Gesprächen sagte Bruchhagen: «Ich hätte mich gefreut, wenn es geklappt hätte. Aber deswegen geben wir unsere grundlegenden Positionen nicht auf.»

Lincoln, der für den 1. FC Kaiserslautern und Schalke 04 zusammen 136 Mal in der 1. Liga spielte und beide Clubs im Unfrieden verließ, hatte im Vorjahr mit Michael Skibbe in Istanbul vertrauensvoll zusammengearbeitet. Nach Skibbes Entlassung fiel der schon zu Bundesliga-Zeiten als «enfant terrible» verschriene Profi auch dort in Ungnade und wurde mit der Rekordstrafe von 105 000 Euro belegt.


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