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Ribéry kontra van Gaal - doch Wechsel zu Real?

München (dpa) - 01.09.2009, 16:08 Uhr

Zwischen Franck Ribéry (l) und Trainer Louis van Gaal herrscht keine Einigkeit.
Zwischen Franck Ribéry (l) und Trainer Louis van Gaal herrscht keine Einigkeit.

Franck Ribéry attackiert den Trainer - Bayern München kommt nicht zur Ruhe. Kaum hat der deutsche Fußball-Rekordmeister das Transfer-Theater um den Superstar überstanden, geht der Franzose erneut auf Konfrontationskurs mit Louis van Gaal.

«Es wird nötig sein, dass wir uns mit Monsieur van Gaal schnell näher kennenlernen. Andernfalls droht es zwischen uns sehr kompliziert zu werden. Es ist das erste Mal, dass mein Kontakt zu einem Trainer nicht positiv ist», beklagte sich Ribéry in einem Interview mit der französischen Sportzeitung «L'Équipe», das bereits vor der Gala gegen Wolfsburg und der Verpflichtung Arjen Robbens geführt wurde.

Die Differenzen zwischen Ribéry und van Gaal über Taktik, System und «Zehner»-Position schienen nach dem Gala-Auftritt des Franzosen mit Neueinkauf Arjen Robben beim 3:0 gegen Wolfsburg vom Tisch zu sein. Nun sorgen nicht nur das Interview mit der «L'Équipe», sondern ebenfalls veröffentliche Aussagen des 26-jährigen Nationalspielers im französischen Fachmagazin «France Football» für weitere Unruhe.

«Ich habe das Gefühl, dass die Mannschaft nicht frei und ohne Selbstvertrauen spielt», sagte Ribéry «France Football» und hielt dem niederländischen Trainer vor, seine autoritäre Menschenführung belaste das Arbeitsklima an der Säbener Straße: «Alle sind viel zu ernst. Ich spüre vor allem bei Trainingseinheiten eine gewisse Blockade bei den Spielern. Keiner lachte oder traute sich etwas zu sagen.»

In der Zusammenarbeit mit dem als Disziplinfanatiker bekannten «Tulpen-General» hat Ribéry eine Spannung ausgemacht, die ihm und seiner Spielweise nicht entgegenkommt und offenbar die ganze Mannschaft lähmt. «Ich brauche die geistige Freiheit, um auf dem Feld die Sau rauszulassen», sagte der Instinkt- und Spaßfußballer: «Man muss immer die richtige Mischung zwischen Spaß und Ernsthaftigkeit finden. Und den Spaß habe ich im alltäglichen Leben bei meinen Mitspielern zuletzt vermisst.»

Mehr Spaß verspricht sich der Dribbelkünstler in Spanien. Eines Tages werde er in der Primera Division spielen, sagte Ribéry, der nach eigener Aussage neben Real Madrid auch vom FC Barcelona, Manchester United, Inter Mailand und dem FC Chelsea umworben war. Nach Informationen der spanischen Sportzeitung «Marca» soll Ribérys Wechsel zu Real nach dieser Saison bereits perfekt sein. Madrids Präsident Florentino Perez habe sich den Franzosen als ersten neuen Star für 2010 gesichert.


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