Wegen Ribéry: FCB will Paragrafen 17 ändern lassen
München (dpa) - 31.08.2009, 14:58 Uhr
Die Bayern wollen Franck Ribery nicht für einen Spottpreis hergeben.
Der deutsche Fußball-Rekordmeister Bayern München will den möglichen vorzeitigen Abschied von Franck Ribéry im kommenden Jahr verhindern und deshalb den umstrittenen Paragrafen 17 der FIFA-Transferstatuten ändern. «Der Paragraf 17 in der jetzigen Form ist ein Witz», sagte Manager Uli Hoeneß der «Sport Bild» online. Die Bayern haben bereits Vorschläge ausgearbeitet. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge will beim Weltverband FIFA vorstellig werden und diese Angelegenheit mit FIFA-Präsident Sepp Blatter besprechen. Der Paragraf 17 ermöglicht Spielern einen internationalen Vereinswechsel vor Ablauf der Vertragszeit. Der Passus würde beispielsweise Franck Ribéry ermöglichen, ein Jahr vor seinem Vertragsende (2011) bei den Bayern die Münchner vorzeitig zu verlassen. Der von Real Madrid umworbene Franzose könnte dann für eine geringe Entschädigung wechseln, was für die Bayern ein Millionenverlust bedeuten würde.
Ein Kompromiss könnte laut Hoeneß so aussehen, dass «die Regelung nur für Spieler, die 20 Prozent der Spiele gemacht haben beziehungsweise nicht mehr als 200 000 Euro verdienen, angewendet kann.» Danach könnten nur Profis, die wegen Verletzungen oder mangelnder Spielpraxis keine Zukunft mehr bei ihren Clubs haben, ihren Vertrag vorzeitig kündigen. «So war es ja auch beim ursprünglichen Fall Webster vorgesehen. Das auf Spieler wie Cristiano Ronaldo, Franck Ribéry oder Kaka zu übertragen, nur damit sie statt X Millionen nun Y verdienen, kann nicht angehen», sagte Hoeneß und betonte, dass der Paragraf 17 für einen Spieler wie Ribery nicht gelten dürfe. |