Mainz (dpa) - 06.08.2009, 14:12 Uhr
Aristide Bancé agiert im März bei einem Spiel der Mainzer auf dem Platz.
Die Mainzer Staatsanwaltschaft hat der «Fall Bancé» trotz des Dementis des Opfers nicht zu den Akten gelegt. «Jetzt werden die Zeugen nochmals von der Polizei vernommen», sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Klaus Puderbach der dpa.
Die Auswertung der Aussagen könne sich bis Anfang der kommenden Woche hinziehen. Erst dann könne entschieden werden, ob es zu einer Einstellung des Verfahrens oder zu einer Anklage käme. Konsequenzen von Vereinsseite drohen dem Nationalspieler nicht. «Da wird von unserer Seite nichts passieren», erklärte Manager Christian Heidel.
Die Mainzer Stürmerhoffnung soll nach dem Dienstag-Training in der Nähe des Bruchwegstadions eine 23-jährige Afrikanerin, die ein etwa einjähriges Kind auf dem Arm trug, angegriffen haben. Zeugen riefen die Polizei. Die Frau und ihr Kind wurden vorsorglich zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht, dort wurden keine schwerwiegenden Verletzungen festgestellt.
Am Tag danach dementierte die in Belgien lebende Afrikanerin jedwede Gewaltanwendung seitens Bancé. «Sie hat mir versichert, dass es zu keinen Handgreiflichkeiten gekommen ist», sagte Heidel und sah damit die Aussagen des Profis aus Burkina Faso ihm gegenüber bestätigt. Daher muss Bancé, der sich derzeit mit dem Team um den neuen Trainer Thomas Tuchel am Wiesensee im Westerwald auf den Bundesligastart gegen Bayer Leverkusen vorbereitet, nicht mit einer clubinternen Strafe rechnen.