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«Kaiser», Hitzfeld & Sammer: Bayern wird Meister

München (dpa) - 06.08.2009, 13:03 Uhr

Bayern München
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Franz Beckenbauer, Matthias Sammer und Ottmar Hitzfeld sind sich einig: Der neue deutsche Meister wird aus München kommen.

«Ich freue mich auf die neue Saison, wie ich mich selten auf eine neue Saison gefreut habe», sagte Bayern-Präsident Beckenbauer bei einer Veranstaltung des Pay-TV-Senders Sky und beantwortete die Frage nach dem Titeltipp energisch mit «Bayern, wer denn sonst». Gespannt sind der «Kaiser» und Münchens Ex-Trainer Hitzfeld vor allem auf die neue Zehner-Rolle für den gerade wieder genesenen Bundesliga-Star Franck Ribéry, für den Beckenbauer nach dem jüngsten Zwist versöhnliche Worte anstimmte. «Ich sehe Ribéry als Spieler, der auf der Seite Weltklasse ist. Hinter den Spitzen hat er das noch nicht unter Beweis stellen können», sagte Hitzfeld und freut sich, dass der Franzose bald wieder auf dem Rasen zaubert. «Ribéry ist der beste Spieler bei Bayern und die Attraktion der Bundesliga.»

Doch nicht nur auf den neuen FC Bayern unter Louis van Gaal blicken die drei Fußball-Größen unmittelbar vor dem Start einer vermutlich turbulenten Saison. «Es wird viele Brände in der Bundesliga geben, den ersten Brand hatte man schon in Mainz. Der Trainer wird fünf Tage vor dem Saisonbeginn entlassen, was ich nicht verstehen kann. Wenn man nicht zufrieden war mit ihm, hätte man ihn sicherlich früher schon entlassen und die ganze Vorbereitung mit einem neuen Trainer machen können», erklärte Hitzfeld. Brände erwartet der Schweizer Nationalcoach bei den Bayern auch dank des «hervorragenden Trainers» van Gaal nicht, aber für Unstimmigkeiten könnte der große Kader sorgen. «Wenn man 26, 27, 28 Mann hat, das ist einfach zu viel. Das kann Unruhe bringen innerhalb der Mannschaft.»

Vor allem die Entwicklung des angeschlagenen Luca Toni beim FC Bayern wird mit Interesse verfolgt. «Toni ist Weltmeister, Italiener, selbstbewusst, war Torschützenkönig vor zwei Jahren. Der stellt natürlich seine Ansprüche», erklärte Beckenbauer, der einen Steinwurf entfernt vom Elternhaus in Obergiesing seine Worte über Franck Ribéry bedauerte. «Ich wollte ihm helfen, und das Gegenteil ist dabei rausgekommen und das tut mir natürlich leid.» Er habe nur sagen wollen, dass er den Franzosen verstehen könne, wenn der bei einem Angebot von Real Madrid nachdenke. Nun kommt der Franzose nach seinem Einstieg ins Mannschaftstraining bald zurück ins Team. «Franck findet schnell ins Spiel. Er hat kein Übergewicht. Er ist ein absoluter Profi."

Jüngst hatte der Bayern-Präsident die Münchner Mannschaft, die van Gaal besser im Griff habe als Jürgen Klinsmann, als die beste «aller Zeiten» bezeichnet. «Das ist vielleicht ein bisschen übertrieben», meinte Beckenbauer jetzt. Ohnehin sei alles bislang nur Theorie «die Praxis schaut dann Freitag, Samstag, Sonntag anders aus. Im letzten Jahr war Bayern auch Topfavorit und auf einmal waren sie Zweiter mit Müh und Not. Das kann diesmal auch passieren.»


In der Praxis müssen sich dann auch die verstärkten Bayern-Konkurrenten beweisen. «Es gibt so viele Fragen, die mich neugierig machen. Wie geht es mit Werder Bremen ohne Diego weiter, bekommt Felix Magath die Schalker Mannschaft in den Griff, die sich in den letzten Jahren immer selbst ein Bein gestellt hat?», sagte der «Kaiser». DFB-Sportdirektor Sammer betonte, dass die anderen Teams trotz Bayerns Favoritenstellung aber keine Angst haben müssten.

Für Hitzfeld geht es dennoch nur darum, «welche Mannschaft wird hinter Bayern Zweiter. Ich tippe nach wie vor auf Wolfsburg, weil Wolfsburg die Qualität hat», sagte der Ex-Bayern-Coach, der aber auch noch Teams wie Leverkusen, Dortmund oder Stuttgart mit auf der Rechnung hat. Schalke dagegen nicht. «Falls doch, wäre das ein weiteres Wunder von Felix Magath.»

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