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Manager Heidel: «Tuchel ist ein Stück Mainz 05»

Hamburg (dpa) - 03.08.2009, 18:55 Uhr

Manager Christian Heidel (l) begründet auf der Pressekonferenz die Entlassung von Trainer Andersen.
Manager Christian Heidel (l) begründet auf der Pressekonferenz die Entlassung von Trainer Andersen.

Nach der schnellen Trennung von Aufstiegs-Held Jörn Andersen hat FSV Mainz 05 mit Thomas Tuchel noch vor Saisonbeginn einen vielversprechenden Nachfolger aus dem Hut gezaubert.

Wie kam der Verein auf Thomas Tuchel als neuen Cheftrainer?

Christian Heidel: «Die Beurlaubung von Jörn Andersen und Co-Trainer Jürgen Kramny ist das Ende einer Entwicklung. Wir haben Tuchel schon lange im Blick. Nicht erst seit dem Gewinn der A-Junioren-Meisterschaft. Er verkörpert mit seiner Fußball-Philosophie ein Stück Mainz 05. Es ist zu diesem Zeitpunkt der richtige Mann mit den richtigen Worten. Er wird mit dem ersten Training eine neue Euphorie für die Bundesliga entfachen, die zuletzt verloren gegangen war.»

Warum passten Andersen und Mainz 05 nicht mehr zusammen?

Heidel: «Er wollte nicht mehr den Weg von Mainz 05 mitgehen, einen eigenen Weg einschlagen. Die Entwicklung läuft schon seit seinem Amtsantritt. Damals hat er sich mit uns zusammengerauft, doch es lief nicht reibungslos. Wir haben oft und lange diskutiert. In der Vorbereitung mussten wir dann feststellen, dass er einen anderen Weg gehen wollte. Wir aber glauben aus der Erfahrung von drei Jahren Bundesliga, dass wir nur eine Chance haben, wenn Trainer und Mannschaft eine Einheit bilden, ein verschworener Haufen sind. Wenn die Chemie nicht mehr stimmt, wird es schwierig. Zudem fehlte die Kommunikation. Das kann beim FSV nicht klappen. Einen Weg zurück für ihn gab es nicht, er hätte vor den Spielern das Gesicht verloren.»


Welche Erwartungen richtet der Verein an die Mannschaft?

Heidel: «Nach dem Aus im Pokal in Lübeck gibt es für die Spieler kein Alibi. Wenn ein Trainer entlassen wird, sind auch die Spieler immer Verlierer. Sie stehen jetzt in der Pflicht, am Samstag zum Saisonstart gegen Bayer Leverkusen eine ordentliche Leistung abzuliefern. Wir werden die Mannschaft noch einschwören, dass es nur gemeinsam mit dem neuen Trainer geht. Jetzt sind richtige Charaktere gefragt und ich glaube, dass wir die auch besitzen.»

Aufgezeichnet von Detlef Rehling, dpa

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