Hamburg (dpa) - 31.07.2009, 14:10 Uhr
HSV-Trainer Bruno Labbadia, David Rozehnal und David Jarolim (v.l.) in Hamburg.
Der Hamburger SV verdankt den Transfer des tschechischen Nationalspielers David Rozehnal auch seinem Kapitän David Jarolim.
Der Landsmann des von Lazio Rom an die Elbe gewechselten Innenverteidigers hat all eine Überredungskünste abgerufen, damit im Trikot des hanseatischen Fußball-Bundesligisten ein zweiter Tscheche auflaufen kann. «Jaro hat mir das Beste von Hamburg und der Mannschaft erzählt. Er hat mir zugeredet zu wechseln», sagte Rozehnal bei seiner Vorstellung in Hamburg. Jarolim lobte sein neues Teammitglied: «Er hat einen sehr guten Charakter, er wird sich positiv auf die Mannschaft auswirken.»
Der 29-jährige Rozehnal, der für Tschechien 56 Länderspiele absolviert hat, sieht für sich eine vielversprechende Perspektive in Hamburg. «Der HSV ist ein großes Team in Europa, eines der besten in der Bundesliga. Ich werde in einer der besten Ligen der Welt spielen», meinte der Innenverteidiger, der bereits in Belgien (FC Brügge), Frankreich (Paris St. Germain), England (Newcastle United) und Italien (Lazio Rom) aktiv war. «Die letzten 14 Tage waren hart für mich. Es gab Höhen und Tiefen», beschrieb der 1,99 Meter große Abwehrakteur das zwei Wochen andauernde Gefeilsche um die Ablösesumme. Letztlich ließen ihn die Italiener für rund 4,9 Millionen Euro ziehen.
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Trainer Bruno Labbadia erklärte die Transferaktivitäten damit für abgeschlossen. «Wir haben unseren Kader komplett», sagte der Trainer. Zuvor waren Zé Roberto (Bayern München), Eljero Elia (Twente Enschede), Robert Tesche (Arminia Bielefeld) und Marcus Berg (FC Groningen) verpflichtet worden. Die fünf Transfers haben den Verein rund 23,5 Millionen Euro gekostet. Labbadia ließ offen, ob er Rozehnal bereits im DFB-Pokalspiel am Montag bei Fortuna Düsseldorf einsetzen wird. «Er kommt frisch aus der Vorbereitung mit Lazio Rom. Körperlich ist er in einem guten Zustand», meinte der Trainer.