München (dpa) - 31.07.2009, 11:18 Uhr
Nach den Millionen-Ausgaben für Cristiano Ronaldo & Co. erwartet Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß für Real Madrid eines Tages ein böses Erwachen.
«Real wird mal ein Problem haben, wenn ihr Bernabeu Stadion von irgendeinem Gerichtsvollzieher zugeschlossen wird, weil sie ihre Schulden nicht mehr bezahlen können. Der Krug läuft solange zum Brunnen bis er bricht. Und da soll man sie doch laufen lassen, irgendwann bricht er schon», sagte Hoeneß in der Sendung «Audi-Star-Talk» des DSF.
Hoeneß blickte noch einmal auf das Buhlen der Spanier um Topstar Franck Ribéry zurück. «Real hat uns überhaupt nie Geld geboten. Wir haben ihnen gesagt, sie brauchen ihr Flugzeug nach München nur besteigen, wenn sie einen Scheck mit einem dreistelligen Millionen-Betrag dabei haben. Den haben sie offensichtlich nicht aufgetrieben, also sie sind in Madrid geblieben.»
FC Bayern München Fanartikel
Bayern Tickets bei Viagogo bestellen
Bei der Sendung näherte sich Hoeneß auch mit Lothar Matthäus an, der ebenfalls Gast war. Einst hatte der Bayern-Manager gesagt, dass der Rekord-Nationalspieler nicht einmal einen Job als «Greenkeeper» bei den Bayern bekommen werde. Mit Abstand sehe das überzogen aus und teilweise ungerechtfertigt und tue ihm heute auch leid, sagte Hoeneß. Matthäus gelte in der Branche als «hervorragender Fußball-Fachmann und sehr guter Trainer». Aus der Emotion heraus könne er aber das, was er sich aufgebaut hat, an einem Tag zusammenhauen. «Davor haben die Leute ein bisschen Schiss.» Matthäus gestand indes ein, dass die Klage wegen der Abrechnung seines Abschiedsspiel ein Fehler gewesen sein. «Ich würde heute nicht mehr klagen. Ich wurde damals aber auch falsch beraten», betonte der 48-Jährige.
Hoeneß sah die Kritik in der Dienstwagen-Affäre von Ministerin Ulla Schmidt als überzogen an. «Das ist doch lächerlich. Da machen die Banken kontrolliert von den Politikern Hunderte von Milliarden Verbindlichkeiten und machen unsere Zukunft kaputt, keinen regt es auf. Und dann nimmt die ihren Fahrer mit in den Urlaub und die ganze Welt regt sich auf», meinte Hoeneß.