Klinsmann beim FC Bayern endgültig Geschichte
München (dpa) - 30.07.2009, 13:16 Uhr
Jürgen Klinsmann während seiner Amtszeit beim FC Bayern München.
Drei Monate nach der Trennung wegen anhaltender Erfolglosigkeit verständigten sich der FC Bayern München und der bei seiner ersten Station als Vereinstrainer gescheiterte Jürgen Klinsmann auf eine sofortige Auflösung des bis Ende Juni 2010 laufenden Vertrags. Das teilte der deutsche Fußball-Rekordmeister in einer knappen Erklärung mit. Einzelheiten der endgültigen Trennung nach langen Verhandlungen wurden nicht mitgeteilt, Klinsmann dürfte die Vertragsauflösung an seinem 45. Geburtstag aber mit einer stattlichen Summe finanziell versüßt worden sein. Nach nur zehn Monaten hatte der FC Bayern am 27. April die Reißleine gezogen und das Projekt Jürgen Klinsmann für beendet erklärt. «Das beste Konzept nutzt nichts, wenn irgendwann nicht die Ergebnisse kommen», sagte Manager Uli Hoeneß ernüchtert. Für den Rest der Saison rückte Jupp Heynckes auf die Bayern-Bank, doch auch er konnte nicht mehr verhindern, dass die mit riesengroßen Erwartungen gestartete Bayern-Saison ohne einen einzigen Titelgewinn endete.
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«Im ersten Moment saß der Stachel unglaublich tief», meinte Klinsmann wenige Wochen nach seinem Aus beim FCB noch einmal im Blick zurück. Seine Arbeit in München sei «extrem von allen Richtungen» gewesen: «Jede Kleinigkeit hat für einen Riesen-Aufruhr gesorgt. Das Sportliche wurde in den Hintergrund gerückt. Es ging nur emotional und populistisch um die verschiedensten Themen.» Sein mittelfristig angelegtes Projekt beim FC Bayern sei so nicht zu verwirklichen gewesen, verteidigte sich Klinsmann. «Wenn man jede Woche infrage gestellt wird, ist es schwer, diesen Prozess mittel- und langfristig zum Erfolg zu führen.» Den FC Bayern verfolgte Klinsmann auch weiterhin - und sah sich durch die zahlreichen Neuverpflichtungen bestätigt. «Die Transfers sind wirklich bemerkenswert. Denn sieben, vielleicht auch acht oder neun neue Spieler - das ist fast eine komplette Mannschaft und zeigt, dass man im Nachhinein meiner Analyse gefolgt ist», sagte der frühere Stürmer Ende Juni. «Und es zeigt überdeutlich, dass offensichtlich nicht der Trainer alleine schuld war an den Niederlagen der vergangenen Saison - wie es so oft dargestellt wurde.»
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