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Pejcinovic empfiehlt sich - Wichniareks Annäherung

Stegersbach (dpa) - 19.07.2009, 14:10 Uhr

Artur Wichniarek spielt beim Training von Hertha BSC mit einem Ball.
Artur Wichniarek spielt beim Training von Hertha BSC mit einem Ball.

Mit einem möglichen neuen Innenverteidiger, einem immer besser integrierten Artur Wichniarek und einer offenen Planstelle im Mittelfeld kehrt Hertha BSC zu Wochenbeginn aus dem Trainingslager aus Österreich zurück.

Beim jüngsten 2:1-Testspielsieg gegen den türkischen Erstligisten Bursaspor hinterließ der 21 Jahre alte Testspieler Nemanja Pejcinovic in der zentralen Abwehr einen guten Eindruck. «Er hat taktische keinen Fehler gemacht», sagte Trainer Lucien Favre über den serbische U21-Nationalspieler. «Er konnte überzeugen», bestätigte auch Manager Michael Preetz und kündigte Gespräche zu einem möglichen Transfer an. Festgelegt aber habe sich die sportliche Leitung aber noch nicht: «Er ist ein Kandidat neben anderen», betonte Preetz am Sonntag.

«Wir haben uns gut vorbereiten können, die Grundlagen sind gelegt», bilanzierte der Nachfolger von Dieter Hoeneß die zehn Tage Trainingslager. Überschattet worden seien die Tage von der Verletzung des Schweizers Fabian Lustenberger, der mit einem Fußbruch mindestens acht Wochen ausfallen wird, und den Angriffen ungarischer Hooligans auf Hertha-Fans während des Testspiels bei Ferencvaros Budapest. Die Organisatoren des Spiels haben sich inzwischen bei den zu Schaden gekommenen Fans entschuldigt und sie zu einem Wochenendtrip in die ungarische Hauptstadt eingeladen. Hertha entschädigte die Fans mit einem Grillfest gemeinsam mit den Profis.

Das gemeinsame Grillen im Burgenland nutzte auch Artur Wichniarek zur weiteren Annäherung. Der von Arminia Bielefeld zurückgeholte Pole war von den Berliner Anhänger skeptisch empfangen worden. Bei seinem ersten Gastspiel bei Hertha von 2003 bis 2006 hatte Wichniarek enttäuscht, bei der zweiten Chance zeigte sich der 32-Jährige bisher nicht nur sportlich von einer anderen Seite. «Er ist ein paar Jahre älter und reifer geworden. Er hat sich in kurzer Zeit schnell integriert und hatte auch regen Kontakt zu den Fans», bescheinigte Preetz dem Stürmer eine positive Entwicklung.

Der Manager fahndet auch noch nach einer Verstärkung für das Mittelfeld. «Idealerweise sollte es ein vielseitig einsetzbarer Mann sein», der auch auf Favres verschiedene Systeme 4-3-3 und 4-4-2 reagieren könne, skizzierte Preetz das Anforderungsprofil.


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