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VfB verhandelt mit Huntelaar - Absage an Ba

Stuttgart (dpa) - 10.07.2009, 15:27 Uhr

Demba Ba (r) im Einsatz für 1899 Hoffenheim.
Demba Ba (r) im Einsatz für 1899 Hoffenheim.

Beim senegalesischen Wunschstürmer Demba Ba war dem VfB Stuttgart das Risiko am Ende zu groß. Nun soll der niederländische Nationalspieler Klaas-Jan Huntelaar «Tor-ero» Mario Gomez ersetzen und die Schwaben in die Champions League schießen.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dpa verhandelt der Fußball-Bundesligist derzeit mit dem Angreifer von Real Madrid und dessen Berater über einen Transfer an den Neckar.

Der Online-Redaktion des Südwestrundfunks (SWR) sagte VfB- Sportdirektor Horst Heldt, der Wechsel sei «noch lange nicht gesichert. Wir halten uns auch noch andere Optionen offen.» Mit Real sollen sich die Schwaben bereits über eine Ablöse für den 25-Jährigen von etwa 20 Millionen Euro geeinigt haben. Huntelaars Vertrag beim spanischen Rekordmeister läuft noch bis 2013.

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Die Verpflichtung von Demba Ba vom badischen Konkurrenten 1899 Hoffenheim hatte der VfB zuvor abgeblasen, obwohl sich beide Vereine nach einem wochenlangen Transfertheater auf rund 15 Millionen Euro Ablöse für den 24-Jährigen verständigt hatten und der Spieler unbedingt nach Stuttgart wollte. «Das Risiko war uns zu groß, ihn in der jetzigen Situation zu verpflichten», bestätigte ein VfB-Sprecher der dpa. «Denn es ist noch nicht klar, wann er ins Mannschaftstraining einsteigen kann.»

Am späten Donnerstagabend hatte schon 1899-Manager Jan Schindelmeiser auf der Club-Homepage den Verbleib Bas in Hoffenheim erklärt. Er solle baldmöglichst zur Mannschaft stoßen, um ein Reha- Programm nach seiner Verletzung zu absolvieren. Ba leidet noch an den Folgen eines Beinbruchs. Nach der Entfernung eines Titannagels aus dem Wadenbein ist die Wunde noch nicht verheilt.


Nun versucht VfB-Sportdirektor Horst Heldt, «Jäger» («Hunter») Huntelaar nach Stuttgart zu lotsen. Um in den beiden Champions- League-Qualifikationsspielen im August den Sprung in die europäische Königsklasse zu schaffen und weiter in der Bundesliga-Spitze zu bleiben, ist der letztjährige Tabellendritte bereit, die höchste Ablöse der Vereinsgeschichte zu investieren. Sie liegt bisher bei etwas 8,5 Millionen Euro, die der VfB 2007 für Ciprian Marica zahlte. Die VfB-Kasse ist nach dem Abgang von Nationalspieler Mario Gomez zum FC Bayern München für etwa 35 Millionen Euro prall gefüllt. Zudem ist auch der Wechsel von Offensivmann Milan Jovanovic von Standard Lüttich an den Neckar zumindest vorerst geplatzt.

Zwar sollen bei Huntelaar auch Manchester United, AC Mailand und Olympique Marseille mitbieten. Beim VfB hätte der 1,86 Meter große Profi jedoch am ehesten einen Stammplatz, mit dem er sich für den niederländischen Kader für die WM 2010 sichern könnte. Der VfB habe Huntelaar einen Vertrag angeboten, der so gut sei, «dass er ihn nicht ablehnen kann», hatte das spanische Sportblatt «Marca» am Donnerstag geschrieben und dessen Berater Arnold Oosterveer so zitiert: Huntelaar werde «das letzte Wort haben».

Der treffsichere Angreifer war erst im vergangenen Winter von Ajax Amsterdam zu Real gewechselt und erzielte dort in 20 Spielen acht Tore. In den fünf Jahren für Ajax und den SC Heerenveen hatte er in der ersten Liga der Niederlande bei 107 Einsätzen 94 Mal getroffen. Nach der millionenschweren Einkaufstour der Madrilenen zählt er aber zu den zehn Profis, die die «Königlichen» wieder abgeben wollen. Der Verein hat in den vergangenen Wochen rund 220 Millionen Euro für Spieler wie Cristiano Ronaldo, Kaká und Karim Benzema ausgegeben.

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